Monate: September 2015

Finale Grande auf Island

Der letzte Tag von Eva’s Reittour auf Island bricht an… „Unser längster Reittag ist auch der letzte Tag, den wir auf dem Pferd verbringen werden: Zwischen 40 und 45 km. Es geht nach Hause, wir reiten zurück zu unserer ersten Hütte am Fluss. Gegen 19 h waren wir da. Der Morgen fing mit einem Pferd an, wo ich viel zu viel Spannung aufbrachte und es irgendwie nicht gescheit in den Tölt bringen konnte. Nach der ersten Pause bekam ich Gredi. Sarah hatte gefragt, wie ich klar kam und ich antwortete: “Nicht gut“. Sie vermutete, dass ich vielleicht müde Arme habe und sich dies auf das Pferd überträgt. Kein Wunder nach vier Tagen zu Pferd. So bekam ich Gredi, einen großen schwarzen, sehr lieben Wallach. Der töltete wie von selbst und ich entspannte merklich meine Arme. Später bekam ich Sjomur, den Gescheckten, der am Anfang in der hinteren Gruppe kaum zu halten war. Der war ein richtiges Kaliber, sehr sehr lieb und butterweich. Ich konnte noch mehr loslassen. Das Tempo war heute recht hoch und die …

Heidelbeer Schoko Creme

Es gibt noch ein paar frische Beeren in diesen Tagen – ich habe mir vom Markt eine riesen Schale mitgenommen. Davon kann ich gar nicht genug kriegen, und meine Kinder ebensowenig. Kaum war die Schale entdeckt, kam auch schon die Frage: „Mama, erfindest Du wieder was? Was Süßes!“ Sehr präzise, diese Angabe. Also gut, ich erfand schnell etwas, und zwar dieses: Das Rezept für die Creme findet Ihr hier, ich habe es nur etwas abgewandelt: Unten die frischen Heidelbeeren ins Glas und oben eine satte Schicht Milchschokoladenstreusel – ich konnte gerade noch ein Glas zum Fotografieren retten, so schnell war das Dessert verputzt. Wie immer ein SUE (Schnell Und Einfach) – war dann aber auch SUEG (Schnell Und Einfach Gegessen). Habt einen schönen Tag! Alles Liebe, Claudia  

Draußen ist Herbst

Soeben habe ich meinen Balkon bepflanzt – war doch eben, oder? Nö, das ist schon wieder drei Monate her! Und jetzt wird alles schon wieder herbstlich gelb, die Blüten geben ihr Letztes, der Weihrauch rankt schon bis zum Erdgeschoß, und alles bereitet sich auf die kühlere Jahreszeit vor. Ich will aber noch nicht, es sieht doch noch so schön aus! Es gibt Nachbarn, die reißen pünktlich am ersten September die noch blühenden Geranien raus und knallen die Heide rein – „So, getz‘ is‘ Herbst!“. Vorsichtshalber wird auch schon mal das Vogelhäuschen rausgestellt, man weiß ja nie, es könnte auch schon frieren. Mein Nachbar auf der Ersten Etage rechts handhabt das ganz anders: Er läßt das Vogelhaus von den Ausmaßen einer mittelgroßen Gartenhütte einfach das ganze Jahr über stehen – und siehe da, die Vogelschar ignoriert in schöner Regelmäßigkeit meine bescheidene Futterstelle, wenn’s wirklich kalt ist. Kein Wunder, wenn nebenan ein ornithologisches Ganzjahres-Möwenpick geöffnet hat! Ich werde gerne gefragt, nach welchem System ich denn meinen Balkon bepflanze: Ganz einfach: Ich habe kein System! Das System besteht …

Von Leuchtbojen und Süßkartoffeln

Eva berichtet heute vom vorletzten Tag ihrer Reittour auf Island. 4. Reittag „Frühstück war wieder um 8 Uhr, das Abreiten dauerte diesmal etwas länger. Ich bekam Ringur, den schwarz-weiß gescheckten Wallach. Er war eins von den Pferden, das Einem dauernd die Zügel aus der Hand zieht. Ich fragte Nonni, was ich dagegen tun kann. Er meinte, ich solle mit ihm spielen, Zügel annehmen und wieder loslassen, nur mit den Händen,  damit die Arme nicht so angestrengt werden und ermüden. Das war leichter gesagt als getan, denn meine Arme waren schon müde, wie mir auch gleich darauf bewusst wurde. Der Ritt heut war voller Pausen, wir ritten von der Hütte weg und quasi kreisförmig wieder zurück. Beim nächsten Wechsel bekam ich Növi, einen schwarzen Wallach. Er war ganz ok im Tölt und Trab, angenehm zu reiten, aber nicht der Hit. Ich glaube, meine Lieblingspferde bisher waren Galsi und Blakur. Blakur habe ich am zweiten Tag geritten, er war sehr weich und angenehm vom Charakter. Galsi hatte ich am ersten Tag geritten. Ab „Fellsmuli“ erst Breki, dann …

Herbstnoten

Im Moment habe ich das Gefühl, die Zeit rast dahin. Eben war doch noch Frühlingsanfang! Schon war der Sommer da und irgendwie auch ganz schnell wieder rum, und jetzt riecht die Luft nach Herbst – frisch und klar. Sehr wohltuend nach der Hitze, wie ich finde. Überhaupt bin ich ich ein Herbsttyp, ich liebe den Herbst: Das warme Licht, die Natur verändert sich, es duftet im Wald nach Pilzen und nach Regen, Pflaumenkuchen mit Sahne und Tee mit Rum… Sehr lecker! Flugs müssen bei mir dann die Sommersachen raus und die herbstliche Stimmung rein! Meine Kissen auf dem Sofa bekommen ihre Herbstbezüge mit Fellimitat, Filz und Hirschmotiv. Dazu kommt die kuschelige Decke für’s Sofa – meine Schaffelle dürfen das ganze Jahr bleiben. Für die Tischdeko hat mir eines meiner Kinder ein paar Äpfel geklaut (ich schwöre, nicht in meinem Auftrag!). Sie sehen sehr hübsch aus mit roten Backen und in verschiedenen Größen, geschmacklich leider sehr sauer – aber sie müssen ja auch nur gut aussehen. Dazu einige Hölzer zusammengebunden, kombiniert mit zwei Kerzenleuchtern, die dicke …