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Finale Grande auf Island

Der letzte Tag von Eva’s Reittour auf Island bricht an…

„Unser längster Reittag ist auch der letzte Tag, den wir auf dem Pferd verbringen werden: Zwischen 40 und 45 km. Es geht nach Hause, wir reiten zurück zu unserer ersten Hütte am Fluss. Gegen 19 h waren wir da. Der Morgen fing mit einem Pferd an, wo ich viel zu viel Spannung aufbrachte und es irgendwie nicht gescheit in den Tölt bringen konnte. Nach der ersten Pause bekam ich Gredi. Sarah hatte gefragt, wie ich klar kam und ich antwortete: “Nicht gut“. Sie vermutete, dass ich vielleicht müde Arme habe und sich dies auf das Pferd überträgt. Kein Wunder nach vier Tagen zu Pferd. So bekam ich Gredi, einen großen schwarzen, sehr lieben Wallach. Der töltete wie von selbst und ich entspannte merklich meine Arme. Später bekam ich Sjomur, den Gescheckten, der am Anfang in der hinteren Gruppe kaum zu halten war. Der war ein richtiges Kaliber, sehr sehr lieb und butterweich. Ich konnte noch mehr loslassen.

Sonntag Traumpferd

Mein Traumpferd und ich, stilecht bestückt mit Norwegerpulli und Helmkamera.

Das Tempo war heute recht hoch und die Arbeit mit der Herde anstrengender, da es nach Hause geht. Die ganze Koordination ist nicht so einfach. Es will alles wohlüberlegt sein, damit die Herde nicht ins Rennen gerät und unkontrollierbar wird. Am Anfang wurde uns gesagt, dass wir nicht in der Herde reiten sollen, da der Kontakt zum eigenen Pferd hier nicht mehr gegeben ist. Sarah und Marike waren immer damit beschäftigt, die Pferde, die nach vorne zwischen uns liefen, wieder abzufangen und nach hinten zu treiben. Sie drängten heute viel mehr nach vorne als in den letzten Tagen. Zwischendurch gab es immer wieder Stops, damit sie fressen konnten.

Mittagessen - lecker Lachs gebraten.

Mittagessen – lecker Lachs gebraten.

DCIM108GOPRO

Der Sandsturm fegte recht heftig über uns hinweg.

Inzwischen wurde es auch ziemlich windig und während eines Stops wurden wir total eingesandet. Als ich hier aufgesattelt hatte, standen wir noch eine ganze Weile, bis alle fertig waren und als ich dann aufstieg war mein rechter Steigbügel nicht da. Also wieder runter vom Pferd. Der Steigbügel hing noch unter dem Sattel, wie peinlich. Ich hatte mich auf meine Mitreiterin verlassen, die beim Aufsatteln auf der anderen Seite gestanden hatte und mir den Gurt rüberreichte. Der Sand kitzelte mich in den Augen und knirschte zwischen den Zähnen. Das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Und trotzdem war der Tag absolut klasse. Gut auch, dass nicht alle Tage so lang waren, denn das hätte ich nicht durch gestanden. Mein Unmut vom gestrigen Tag war heute wie weggeblasen und wich einem großen Glücksgefühl. Ich genoß die letzten Stunden und das Vergnügen, in der Weite zu Pferd unterwegs zu sein.

DCIM108GOPRO

Die letzten Kilometer ging es in flottem Tempo.

Am Abend waren wir alle schwarz im Gesicht. Zu komisch! Wir wuschen uns wieder im kalten Fluss. Das Wasser ist wirklich verflixt kalt. Also länger drin stehen war mir unmöglich. Aber zum Waschen reichte es.

Finale Grande

Finale Grande

Damit war unsere Tour beendet. Ich bin müde, glücklich und erschöpft zugleich. Die Erlebnisse waren einmalig und bin froh, dabei gewesen zu sein.“

Vielen Dank, liebe Eva, für die wunderschönen Fotos und die Eindrücke aus Island! Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, findet hier alles zum Thema Island und Reiterreisen: Eldhestar.

Alles Liebe,

Claudia

 

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