Autor: Erste Etage links

Neulich im Eiscafé

Nachdem ich nun keinen Grund mehr habe, ständig auf mein Smartphone zu starren (warum das so ist, steht hier), muß ich ja wieder die eine oder andere analoge Angewohnheit hervorkramen.  Neulich war ich in Kassel unterwegs und beschloß, mir einen Kaffee zu gönnen. Was haben wir vor dem Smartphone Zeitalter noch mal gemacht, wenn wir irgendwo Kaffee trinken waren? Ach ja richtig, wir haben uns miteinander unterhalten. Mangels Gesprächspartner erinnerte ich mich an eine andere, sehr nette Beschäftigung: Leute gucken. Ich suchte mir einen Platz mitten in einer Einkaufspassage. Während ich also auf meinen Kaffee wartete, ließ ich den Blick schweifen. Rechts und links von mir flanierten Pärchen, Familien, Mädels im Dreierpack, Senioren gemählichen Schrittes und viele weitere Menschen, die alleine unterwegs waren. Wobei flanieren das falsche Wort ist – einige eilten im Stechschritt an mir vorbei, als ob es den Geschwindigkeitsrekord beim Einkaufen zu brechen galt. Dabei war doch Wochenende! Eine junge Frau im Eiltempo war recht sportlich gekleidet: Vielleicht absolvierte sie eine Trainingseinheit für den nächsten Kassel Marathon? Möglicherweise hatte sie das Training …

Giftige Inhaltsstoffe in Kosmetika

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Ein Schutzschild des Körpers gegen die Umwelt, gegen Krankheitserreger und Strahlung. Unsere Haut speichert Nährstoffe und Wasser, zudem schützt sie durch ein raffiniertes Regulierungssystem vor Hitze und vor Kälte. Abbauprodukte des Stoffwechsels werden über die Haut abgebaut. Medikamente und Hormone können über unsere Haut aufgenommen werden. Das sind schon ziemlich viele Gründe, unsere Haut zu pflegen und ihr nur das Beste zukommen zu lassen. Die Industrie möchte aber nicht unser Bestes – sie möchte möglichst viel verdienen. Das muß wohl der Grund sein, warum in so vielen Kosmetikartikeln immer noch giftige und bedenkliche Inhaltsstoffe sowie Konservierungsmittel verwendet werden. Über die bedenklichen Zusatzstoffe in Kosmetik wie z.B. Parabene habe ich hier bereits geschrieben. Zu der Zeit habe ich mich aber nicht konsequent darum gekümmert, wie es mit all den Produkten aussieht, die ich im Bad stehen habe. Neulich klagte mein jüngstes Fräulein über einen Juckreiz am ganzen Körper. Dazu hatte sie über den ganzen Körper verteilt lauter kleine Pusteln. Das hatten wir letzten Sommer schon mal. Damals konnte ich mir …

5 Tips für mehr Ordnung im Flur

Es ist ja nicht wirklich ein Geheimnis – ich liebe Ordnung. Ich mag es, wenn alles seinen Platz hat, ich nie wirklich nach etwas suchen muß und wenn alles irgendwie eine Struktur hat. Wenn man nicht soviel Platz hat, ist die Herausforderung für viele Menschen besonders groß, Ordnung zu halten. Heute soll es darum gehen, im Eingangsbereich eines Hauses mehr Ordnung zu schaffen und den Überblick zu behalten. Die meisten Menschen haben viele „Ordnungsbaustellen“ und wissen nicht so recht, wo sie anfangen sollen. Bei den überquellenden Kramschubladen? Die gibt es im Wohnzimmer, im Bad, in der Küche…Beim Kleiderschrank? Im Keller? Ganz wichtig: Irgendwo anfangen. Man kann nicht alles an einem Tag schaffen. Wir starten heute mit dem Eingangsbereich. Hinterher werdet Ihr Euch viel wohler fühlen und Ihr habt mehr Platz, Struktur und Übersicht. Versprochen! Los geht’s! Mehr Übersicht für kleine Flure Der Flur – Das Mekka der überquellenden Garderoben und chaotischen Schuhregale. Gelegentlich hat man manchmal das Gefühl, man kommt zur Tür rein und betritt die Kleiderkammer der Caritas. Besonders Haushalte mit Kindern und Hunden …

Digital Diät

Mein Ausstieg aus Social Media Das neue Jahr 2018 hat kaum richtig begonnen, und schon bin ich auf Diät. Diesmal schaffe ich es, habe ich mir vorgenommen. Und ich werde es durchhalten. Dabei ist das ja so eine Sache mit den guten Vorsätzen. Jedes Jahr zum Jahresende nehmen wir uns vor: Im nächsten Jahr wird alles anders. Wir wollen weniger essen, mehr Sport machen, nachhaltiger leben (öhm – das wäre ja wirklich eine Idee!), das Rauchen aufgeben, öfter Tante Lotti anrufen…die Liste der phantasievollen Vorsätze fürs neue Jahr ist lang. Oft halten wir es nicht mal zwei Wochen durch, und dann lockt entweder die Sahnetorte oder das Sofa – wir haben es wieder nicht geschafft. Meist liegt es daran, das wir alles auf einmal wollen, und das sofort. Es muss gleich klappen mit der Gewichtsabnahme, und wir schaffen sofort 10 km im Dauerlauf. Im Zeitalter der Optimierung sollte das ja mit unserer Disziplin ein Klacks sein. Ist es aber nicht. Es ist aus der Mode gekommen, kleine Schritte zu machen. Wer macht denn heute noch …

Anker im Leben

Neulich habe ich mir die Fotos vom letzten Urlaub angeschaut und dieses Foto gefunden. Es ist in Dänemark im Hafen von Hvide Sande entstanden. Immer wenn ich dort bin, mit der Kamera bewaffnet, entdecke ich neue Motive und Ansichten, die ich festhalten will. Irgendwie bin ich bei diesem Foto hängen geblieben und habe mir Gedanke darüber gemacht, was die Anker im Leben eines Menschen sind. Ich glaube, das jeder Mensch seine Anker braucht. Etwas, worauf man sich verlassen kann, auch wenn der größte Sturm des Lebens tobt. Für die Einen ist es vielleicht ihre Arbeit, die ihnen Halt gibt und die dem Tag Struktur verleiht. Für die anderen ist es der Lebenspartner, der sie in schwierigen Lebenslagen auffängt. Manche schöpfen Kraft aus einem Hobby oder Ehrenamt. Für mich ist es meine Familie. Ich finde es immer traurig, wenn ich höre, daß Familien untereinander zerstritten sind, nicht miteinander sprechen oder sich jahrelang nicht sehen. Der Zusammenhalt der Familie ist für mich das Wichtigste. Da mag alles andere daneben gehen, meine Familie fängt mich auf. Ein zweiter …

Traumwelt Angkor Wat

Wenn die Sonne über Angkor Wat untergeht, verfolgen zahlreiche Menschen auf den höher gelegenen Arealen der riesigen Tempelanlagen das Schauspiel. Viele Touristen sind darunter, aber auch Einheimische und buddhistische Mönche. Meine Freundin Ella ist zum zweiten Mal hier, und sie kann die Kamera kaum zur Seite legen. Es sind unglaubliche Bilder einer längst vergangenen Welt. Eine Welt, die langsam zerfällt. Die Witterung, tropische Vegetation aber auch die Zerstörungswut der Menschen setzen den Tempeln zu. Nur zögerlich kommen Restaurierungsarbeiten voran. Affen nutzen die Anlagen als Spielplatz und bevölkern die Umgebung. Um die Anlagen herum spielt sich das tägliche Leben ab: Kinder, die Schulschluß haben und fröhlich nach Hause fahren. Ein Bauer, der sein Feld bestellt. Stadtszenen. Vergangenheit und Zukunft in Kambodscha. Für die Erste Etage links hat Ella mir die schönsten Fotos zur Verfügung gestellt. Danke Schön an Ella Sing für die Eindrücke aus Kambodscha. Habt Ihr auch eine Reise in diesem Sommer geplant? Die Urlaubszeit ist in vollem Gange – mal sehen, wohin es uns dieses Jahr treibt… Ich finde, der Duft von frisch gemähtem …

DIY DesignMarkt in Kassel

Gestern Morgen klingelte der Wecker in der Ersten Etage links ziemlich früh, und zwar um acht Uhr. Und das am Sonntag! Ja, für tolle Events muß man sich eben mal ein wenig früher aus dem Bett quälen. Schließlich wollten meine Fräuleins auch mit, und das kann dauern im Bad…Daher weckte ich die Damen lieber etwas früher. Wie gut die Entscheidung war, gleich morgens zu starten, stellte sich dann später noch als sehr weise heraus. Zunächst aber erntete ich für die unglaubliche Zumutung, meine Mädels sonntags vor 10 Uhr zu wecken, entnervtes Augenrollen. Mutter wieder mit ihren Design-Events! madeva Holzliebe – Bedrucktes Holz mit Reagenzglasvase – ich habe eins mit Palme als Motiv gekauft. Hm, kommt es in die Küche oder lieber doch über den Schreibtisch – mal sehen… Eine strahlende Eva von madeva Holzliebe! Direkt nach dem morgendlichen Bad-Frühstücks-Drama („Mama, wo ist meine Lieblingshose/ -das getreifte Hemd/ -meine beige Hose, die enge, es passt nur die!“ und „Kann ich noch eine Haarkur reinmachen/ -kannst Du mir Zöpfe flechten /-wo ist meine Haarbürste“ sowie „die Smacks …

Frühlingserwachen

Letztes Wochenende war es soweit: Das erweiterte Wohnzimmer erwachte zum Leben – der Balkon. Bei uns ist es wieder mal direkt vom Winter (Schnee, null Grad, kalt) in den Sommer gewechselt (Sonne, 17 Grad, Kröten-Orgie im benachbarten Teich). Ich stand also fröhlich schwitzend auf dem Balkon und fegte und wischte was das Zeug hielt. Wie konnte ein so kleines Außengelände in so kurzer Zeit wieder so dreckig werden? Ich konnte mich auch nicht erinnern, das ich Moos für meine Glasscheiben auf dem Balkon bestellt hatte. Beidseitig. Flächendeckend. Letztlich hilft für die Außenseite ganz unten nur eins: Die gute alte Klobürste. Da kommt man wenigstens bis unten. Ich hoffe, mich hat keiner beobachtet, wie ich quasi im Ganzkörpereinsatz frei hängend über dem Geländer die Kante meines Balkons mit einer schwarzen IKEA Klobürste geschrubbt habe. Ich meine, das ist Einsatz. Ich weiß auch nicht, warum sämtliche Insekten mit Flügeln und sechs Beinen und ohne Flügel mit geschätzen 46 Beinen immer bei mir wohnen wollen! Der Großteil von denen wohnt jetzt jedenfalls auf dem Kompost. Da können sie …

Ordnung im Kleiderschrank

Heute ist es soweit – mein Kleiderschrank und ich haben eine Verabredung. Wir wollten uns schon viel früher treffen, aber die letzten Treffen konnte ich wegen akuter Unlust nicht einhalten. Oder das Wetter war zu schön. Oder ich hatte keine Lust. Oder, oder, oder… Würde man als Frau den Beziehungsstatus zu seinem Kleiderschrank auf Facebook posten, klingst das dann meist so: „Es ist kompliziert“. Entweder ist der Schrank zu klein. Oder er steht wackelig (bedenklich bei überfülltem Zustand). Oder ganz schlimm, Frau muß ihn teilen! Da kriegen die Sommerfähnchen schon mal Platzangst neben dem Stapel Herrenpullis aus Kaschmir. Kurzum: Meist herrscht irgendwie Platznot, außerdem wollte man schon lange mal ausmisten und zudem hat Frau ja auch nie was anzuziehen. Es ist ein Drama. Aber keine Sorgen, nun bin ich ja da und erkläre Euch, wie man alle seine Kleiderschrankprobleme auf einen Schlag los wird. Dafür braucht Ihr nicht viel: Extrem schlechtes Wetter (zur Zeit ideale Bedingungen – kalt, naß, windig, 4 Grad Außentemperatur), große Säcke (Achtung, reißfest! Sonst habt Ihr plötzlich eine Altkleiderboutique im Flur …

Ich darf essen was ich will

Lecker Foto, oder? Ein Steak auf Rote Bete an Basilikum-Gnocci mit Möhren mit Feldsalat. Also, mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Aber gerne macht das wieder jemand zunichte: „Iiiiiih, Du ißt noch Fleisch“?  Oder: „Was, Du ißt Eis? Da sind doch Eier drin“. Gerne genommen auch: „Nein, das geht gar nicht, da ist Gluteeeeen drin. Das vertrag‘ ich nicht!“ Ach, wirklich? Weißt Du das genau? Jeder weiß etwas zu dem Thema zu sagen: Industriezucker ist schlecht, Kaffee ist eine Droge, zu viel Fett ist ungesund, Butter geht nicht und gegen Nüsse entwickelt jeder zweite eine Allergie. Laktoseintoleranz, Histaminunverträglichkeit, gute und schlechte Öle, zu viel Cholesterin und zu wenig Eisen, Diät halten wird zum Hobby, grüner Tee ist gut gegen Krebs… die Liste des Halbwissen ist lang und ergiebig. Ich spreche hier nicht von den Menschen, die eine nachgewiesene Allergie haben – auch bin ich sicherlich keine Ernährungsberaterin. Aber ich muß einfach mal ein Machwort sprechen: Jeder gesunde Mensch darf alles essen. Es ist immer ein Frage der Verhältnismäßigkeit: dreizehn Big Mäc am Tag können …