Autor: Erste Etage links

Finale Grande auf Island

Der letzte Tag von Eva’s Reittour auf Island bricht an… „Unser längster Reittag ist auch der letzte Tag, den wir auf dem Pferd verbringen werden: Zwischen 40 und 45 km. Es geht nach Hause, wir reiten zurück zu unserer ersten Hütte am Fluss. Gegen 19 h waren wir da. Der Morgen fing mit einem Pferd an, wo ich viel zu viel Spannung aufbrachte und es irgendwie nicht gescheit in den Tölt bringen konnte. Nach der ersten Pause bekam ich Gredi. Sarah hatte gefragt, wie ich klar kam und ich antwortete: “Nicht gut“. Sie vermutete, dass ich vielleicht müde Arme habe und sich dies auf das Pferd überträgt. Kein Wunder nach vier Tagen zu Pferd. So bekam ich Gredi, einen großen schwarzen, sehr lieben Wallach. Der töltete wie von selbst und ich entspannte merklich meine Arme. Später bekam ich Sjomur, den Gescheckten, der am Anfang in der hinteren Gruppe kaum zu halten war. Der war ein richtiges Kaliber, sehr sehr lieb und butterweich. Ich konnte noch mehr loslassen. Das Tempo war heute recht hoch und die …

Heidelbeer Schoko Creme

Es gibt noch ein paar frische Beeren in diesen Tagen – ich habe mir vom Markt eine riesen Schale mitgenommen. Davon kann ich gar nicht genug kriegen, und meine Kinder ebensowenig. Kaum war die Schale entdeckt, kam auch schon die Frage: „Mama, erfindest Du wieder was? Was Süßes!“ Sehr präzise, diese Angabe. Also gut, ich erfand schnell etwas, und zwar dieses: Das Rezept für die Creme findet Ihr hier, ich habe es nur etwas abgewandelt: Unten die frischen Heidelbeeren ins Glas und oben eine satte Schicht Milchschokoladenstreusel – ich konnte gerade noch ein Glas zum Fotografieren retten, so schnell war das Dessert verputzt. Wie immer ein SUE (Schnell Und Einfach) – war dann aber auch SUEG (Schnell Und Einfach Gegessen). Habt einen schönen Tag! Alles Liebe, Claudia  

Draußen ist Herbst

Soeben habe ich meinen Balkon bepflanzt – war doch eben, oder? Nö, das ist schon wieder drei Monate her! Und jetzt wird alles schon wieder herbstlich gelb, die Blüten geben ihr Letztes, der Weihrauch rankt schon bis zum Erdgeschoß, und alles bereitet sich auf die kühlere Jahreszeit vor. Ich will aber noch nicht, es sieht doch noch so schön aus! Es gibt Nachbarn, die reißen pünktlich am ersten September die noch blühenden Geranien raus und knallen die Heide rein – „So, getz‘ is‘ Herbst!“. Vorsichtshalber wird auch schon mal das Vogelhäuschen rausgestellt, man weiß ja nie, es könnte auch schon frieren. Mein Nachbar auf der Ersten Etage rechts handhabt das ganz anders: Er läßt das Vogelhaus von den Ausmaßen einer mittelgroßen Gartenhütte einfach das ganze Jahr über stehen – und siehe da, die Vogelschar ignoriert in schöner Regelmäßigkeit meine bescheidene Futterstelle, wenn’s wirklich kalt ist. Kein Wunder, wenn nebenan ein ornithologisches Ganzjahres-Möwenpick geöffnet hat! Ich werde gerne gefragt, nach welchem System ich denn meinen Balkon bepflanze: Ganz einfach: Ich habe kein System! Das System besteht …

Von Leuchtbojen und Süßkartoffeln

Eva berichtet heute vom vorletzten Tag ihrer Reittour auf Island. 4. Reittag „Frühstück war wieder um 8 Uhr, das Abreiten dauerte diesmal etwas länger. Ich bekam Ringur, den schwarz-weiß gescheckten Wallach. Er war eins von den Pferden, das Einem dauernd die Zügel aus der Hand zieht. Ich fragte Nonni, was ich dagegen tun kann. Er meinte, ich solle mit ihm spielen, Zügel annehmen und wieder loslassen, nur mit den Händen,  damit die Arme nicht so angestrengt werden und ermüden. Das war leichter gesagt als getan, denn meine Arme waren schon müde, wie mir auch gleich darauf bewusst wurde. Der Ritt heut war voller Pausen, wir ritten von der Hütte weg und quasi kreisförmig wieder zurück. Beim nächsten Wechsel bekam ich Növi, einen schwarzen Wallach. Er war ganz ok im Tölt und Trab, angenehm zu reiten, aber nicht der Hit. Ich glaube, meine Lieblingspferde bisher waren Galsi und Blakur. Blakur habe ich am zweiten Tag geritten, er war sehr weich und angenehm vom Charakter. Galsi hatte ich am ersten Tag geritten. Ab „Fellsmuli“ erst Breki, dann …

Herbstnoten

Im Moment habe ich das Gefühl, die Zeit rast dahin. Eben war doch noch Frühlingsanfang! Schon war der Sommer da und irgendwie auch ganz schnell wieder rum, und jetzt riecht die Luft nach Herbst – frisch und klar. Sehr wohltuend nach der Hitze, wie ich finde. Überhaupt bin ich ich ein Herbsttyp, ich liebe den Herbst: Das warme Licht, die Natur verändert sich, es duftet im Wald nach Pilzen und nach Regen, Pflaumenkuchen mit Sahne und Tee mit Rum… Sehr lecker! Flugs müssen bei mir dann die Sommersachen raus und die herbstliche Stimmung rein! Meine Kissen auf dem Sofa bekommen ihre Herbstbezüge mit Fellimitat, Filz und Hirschmotiv. Dazu kommt die kuschelige Decke für’s Sofa – meine Schaffelle dürfen das ganze Jahr bleiben. Für die Tischdeko hat mir eines meiner Kinder ein paar Äpfel geklaut (ich schwöre, nicht in meinem Auftrag!). Sie sehen sehr hübsch aus mit roten Backen und in verschiedenen Größen, geschmacklich leider sehr sauer – aber sie müssen ja auch nur gut aussehen. Dazu einige Hölzer zusammengebunden, kombiniert mit zwei Kerzenleuchtern, die dicke …

Soli, die Nähmaschine

Durch die Sommerpause war die Reise von Eva nach Island noch gar nicht zu Ende erzählt. Ich möchte Euch die letzten Tage und die herrlichen Fotos nicht vorenthalten. Kommt mit nach Island! Freitag 26.06.15, dritter Reittag „Ich war seit 4h morgens wach, wälzte mich viel herum. Als ich dann aufstand, war ich leicht benebelt im Kopf, was sich aber bald gab. Um acht war Frühstück angesetzt, aber als wir um acht an den Tisch kamen, waren alle schon so gut wie fertig. Und dieses Gefühl von Hektik setzte sich dann auch fort, bis wir alle auf unseren Pferden saßen. Ich weiß gar nicht, warum das heute Morgen so war. Dumm war auch, dass ich zwei Tassen Kaffee getrunken hatte, das erwies sich als nicht ganz so schlau, denn ich musste nach dem Abritt auch schon bald Pipi. Es ist überhaupt immer gut, auf so einer Tour prophylaktisch Pipi zu machen, obwohl ich sagen muss, dass doch oft angehalten wurde. Meine Bedenken waren ja, dass die Herde so vorwärts treibt, was aber gar nicht der Fall …

Sommerferien

Die Erste Etage links ist zurück aus der Sommerpause. Die war unfreiwillig-freiwillig: In den Ferien hatte ich eine zeitlang tatsächlich keinen Internetzugang – klar gibt es Hotspots und Internetcafés, aber ich hatte nach einigen Tagen keine Lust mehr, drinnen zu hocken. Es war einfach zu schön draußen, und so habe ich das analoge Leben genoßen – herrlich! Und so wichtig. Meine Mutter meinte nur: „Oh super, keine Internetverbindung hier – na Gott sei Dank!“ Meine Mutter besitzt keinen Computer und kein Smartphone, „dieses neumodische Zeug“ braucht sie nicht. In der Tat kommunizieren wir auf die herkömmliche Art: Ich besuche sie oder sie mich, wir telefonieren mit Festnetz oder sprechen direkt miteinander. Und das funktioniert! Es ist ja in der Tat immer ein Gradwanderung: Muß ich meinen Beziehungsstatus unbedingt posten? Braucht jeder ein Foto von dem Strand, an dem ich gerade sitze oder von dem Berg, auf dem ich stehe? Klar bin ich gerne im Internet unterwegs, schließlich schreibe ich einen Blog. Ich liebe es, inspiriert zu werden und zu inspirieren. Auch ich habe schon bei …

Zuccini Variation

Lust auf Zuccini und Pilze? Dazu habe ich neulich wieder was erfunden – wobei es das vermutlich irgendwo schon gibt, aber sich bin nicht so der Rezeptesammler – Kühlschrank auf, was ist da? Und daraus wird dann etwas gebastelt. Ich fand Zuccini (die es neulich im Sonderangebot gab, also habe ich gleich drei riesige genommen), Pilze, magere Schinkenwürfel – los gehts! Einmal am Tag esse ich gerne was Warmes – also habe ich die große Pfanne rausgeholt und alle Zutaten bereit gelegt: Champions Zuccini magere Schinkenwürfel Öl für die Pfanne frische Salbeiblätter etwas Gemüsebrühe Salz und Pfeffer aus der Pfeffermühle Baguette vom Vortag Und so geht’s: Pilze grob säubern (ich klopfe nur die Erde ab, fertig), Zuccini in Stücke schneiden Schinkenwürfel in Öl schön knusprig anbraten Gemüse hinzugeben und anbraten Salbei klein schneiden mit  etwas Brühe ablöschen, Salbei hinzugeben Deckel auf die Pfanne und durchziehen lassen Brot im Toaster rösten, alles auf einem Teller anrichten Genießen! Reis oder Nudeln passen genauso als Beilage. Dazu einen gut gekühlten Weißwein oder einfach ein Mineralwasser, wer keinen Alkohol …

Anstrengungen und Mückenschwärme

Evas Reise geht weiter – zur Einstimmung ein kleines Video, welches zeigt, das auch die Pferde eine Pause genießen zwischen den Reitetappen. Sie dösen und lassen sich den Wind durch die Frisur streichen… „Unser Haus am Fluss hat ein Bettenlager mit genügend Platz für jeden, da die Matratzen sehr breit waren. Heute Morgen habe ich mich am Fluss gewaschen. Das Wasser war eiskalt! Aber es tat sehr gut. Wenn nur die Mücken nicht wären, ich war gleich sehr umschwärmt und so kehrte ich flott zum Haus zurück. Einen kurzen Abstecher habe ich aber doch noch zu den Pferden gemacht. Da ist ganz schön Bewegung auf der Weide, wahrscheinlich machen die Mücken sie auch kirre. Jetzt gibt’s gleich Frühstück, der Rest der Gruppe ist noch nicht in Bewegung gekommen. Um 9 Uhr ist Abreiten. Ich bekomme Blakur, einen großen dunkelbraunen Wallach, mit herrlichem Tölt und butterweichem Galopp. Der Start mit der Herde verlief nicht ganz so einfach. Es gestaltete sich heute schwierig, die Herde hinter der ersten Gruppe zu halten. Unsere Guides hatten die ganze Zeit …

Wir haben einen Salon

Schon wieder Zuwachs – diesmal in Form eines neuen Sofas! Eigentlich ist es kein neues Sofa, sondern ein ganz altes. Das habe ich mal ganz günstig ergattert und mangels Platz in den Keller verfrachtet. Die Erste Etage links ist ja schließlich keine Suite, sondern von den Abmaßungen eher eine Dienstbotenwohnung. Das Sofa stand also im Keller neben zwei dazu passenden Sesseln, 6 unterschiedlichen Stühlen mit Korbgeflecht (defekt), einer Seemanstruhe, einem Schrankkoffer, einem Hocker, den Wintersachen, den Weihnachtskugeln…was Frau halt so braucht. Das Jahr über. Es gibt in der ersten Etage links bereits ein Sofa, aber da kann immer nur einer ausgestreckt drauf liegen – dem gegenüber stand ein schrecklich quietschender Korbsessel, bei dem man nach einer längeren Sitzung das Gefühl hatte, erst wieder durch einen herzhaften Schlag in den Nacken gerade gehen zu können. Mein Orthopäde würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der unergonomisch geformte Sessel flog jetzt raus, und das Sofa zog ein. Da es nicht so tief ist und auch nicht zu lang, passt es genau zwischen Heizung und Schrank. Bunte Kissen …