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Mein Einstieg in das nachhaltige Leben

Beim Thema Trends bin ich ja immer so zögerlich. Seit einiger Zeit gibt es den Trend zur Nachhaltigkeit. Was ist das denn eigentlich? Muß ich da mit machen? Oder ist das wieder nur so ein Hype, dem alle folgen… Ist das eigentlich auch hygge? Oder langom? Entschuldigung, aber da kann man ja schon durcheinander kommen. Kaum ist ein Trend da, ist er auch schon wieder weg. Ist Nachhaltigkeit eigentlich ein neuer Trend? Man kann Nachhaltigkeit unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten betrachten. Das Thema wird auch schon seit einer Weile durch die Medien gejagt und hält sich beständig. Findet auch jeder irgendwie wahnsinnig wichtig und interessant, aber kaum einer lebt danach. Theoretisch klingt das ja auch immer ganz toll. Und wir kaufen doch schon Bioeier, spenden für Greenpeace und trennen den Müll. Vielleicht waschen wir unsere Wäsche auch nicht bei 90 Grad, weil das ziemlich viel Energie verbraucht und meist gar nicht nötig ist. Der Eine oder Andere fährt immerhin gelegentlich noch mit dem Fahrrad zur Arbeit oder engagiert sich für Chancengleichheit. Reicht das? Wo …

Neulich im Eiscafé

Nachdem ich nun keinen Grund mehr habe, ständig auf mein Smartphone zu starren (warum das so ist, steht hier), muß ich ja wieder die eine oder andere analoge Angewohnheit hervorkramen.  Neulich war ich in Kassel unterwegs und beschloß, mir einen Kaffee zu gönnen. Was haben wir vor dem Smartphone Zeitalter noch mal gemacht, wenn wir irgendwo Kaffee trinken waren? Ach ja richtig, wir haben uns miteinander unterhalten. Mangels Gesprächspartner erinnerte ich mich an eine andere, sehr nette Beschäftigung: Leute gucken. Ich suchte mir einen Platz mitten in einer Einkaufspassage. Während ich also auf meinen Kaffee wartete, ließ ich den Blick schweifen. Rechts und links von mir flanierten Pärchen, Familien, Mädels im Dreierpack, Senioren gemählichen Schrittes und viele weitere Menschen, die alleine unterwegs waren. Wobei flanieren das falsche Wort ist – einige eilten im Stechschritt an mir vorbei, als ob es den Geschwindigkeitsrekord beim Einkaufen zu brechen galt. Dabei war doch Wochenende! Eine junge Frau im Eiltempo war recht sportlich gekleidet: Vielleicht absolvierte sie eine Trainingseinheit für den nächsten Kassel Marathon? Möglicherweise hatte sie das Training …

Giftige Inhaltsstoffe in Kosmetika

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Ein Schutzschild des Körpers gegen die Umwelt, gegen Krankheitserreger und Strahlung. Unsere Haut speichert Nährstoffe und Wasser, zudem schützt sie durch ein raffiniertes Regulierungssystem vor Hitze und vor Kälte. Abbauprodukte des Stoffwechsels werden über die Haut abgebaut. Medikamente und Hormone können über unsere Haut aufgenommen werden. Das sind schon ziemlich viele Gründe, unsere Haut zu pflegen und ihr nur das Beste zukommen zu lassen. Die Industrie möchte aber nicht unser Bestes – sie möchte möglichst viel verdienen. Das muß wohl der Grund sein, warum in so vielen Kosmetikartikeln immer noch giftige und bedenkliche Inhaltsstoffe sowie Konservierungsmittel verwendet werden. Über die bedenklichen Zusatzstoffe in Kosmetik wie z.B. Parabene habe ich hier bereits geschrieben. Zu der Zeit habe ich mich aber nicht konsequent darum gekümmert, wie es mit all den Produkten aussieht, die ich im Bad stehen habe. Neulich klagte mein jüngstes Fräulein über einen Juckreiz am ganzen Körper. Dazu hatte sie über den ganzen Körper verteilt lauter kleine Pusteln. Das hatten wir letzten Sommer schon mal. Damals konnte ich mir …

Anker im Leben

Neulich habe ich mir die Fotos vom letzten Urlaub angeschaut und dieses Foto gefunden. Es ist in Dänemark im Hafen von Hvide Sande entstanden. Immer wenn ich dort bin, mit der Kamera bewaffnet, entdecke ich neue Motive und Ansichten, die ich festhalten will. Irgendwie bin ich bei diesem Foto hängen geblieben und habe mir Gedanke darüber gemacht, was die Anker im Leben eines Menschen sind. Ich glaube, das jeder Mensch seine Anker braucht. Etwas, worauf man sich verlassen kann, auch wenn der größte Sturm des Lebens tobt. Für die Einen ist es vielleicht ihre Arbeit, die ihnen Halt gibt und die dem Tag Struktur verleiht. Für die anderen ist es der Lebenspartner, der sie in schwierigen Lebenslagen auffängt. Manche schöpfen Kraft aus einem Hobby oder Ehrenamt. Für mich ist es meine Familie. Ich finde es immer traurig, wenn ich höre, daß Familien untereinander zerstritten sind, nicht miteinander sprechen oder sich jahrelang nicht sehen. Der Zusammenhalt der Familie ist für mich das Wichtigste. Da mag alles andere daneben gehen, meine Familie fängt mich auf. Ein zweiter …

DIY DesignMarkt in Kassel

Gestern Morgen klingelte der Wecker in der Ersten Etage links ziemlich früh, und zwar um acht Uhr. Und das am Sonntag! Ja, für tolle Events muß man sich eben mal ein wenig früher aus dem Bett quälen. Schließlich wollten meine Fräuleins auch mit, und das kann dauern im Bad…Daher weckte ich die Damen lieber etwas früher. Wie gut die Entscheidung war, gleich morgens zu starten, stellte sich dann später noch als sehr weise heraus. Zunächst aber erntete ich für die unglaubliche Zumutung, meine Mädels sonntags vor 10 Uhr zu wecken, entnervtes Augenrollen. Mutter wieder mit ihren Design-Events! madeva Holzliebe – Bedrucktes Holz mit Reagenzglasvase – ich habe eins mit Palme als Motiv gekauft. Hm, kommt es in die Küche oder lieber doch über den Schreibtisch – mal sehen… Eine strahlende Eva von madeva Holzliebe! Direkt nach dem morgendlichen Bad-Frühstücks-Drama („Mama, wo ist meine Lieblingshose/ -das getreifte Hemd/ -meine beige Hose, die enge, es passt nur die!“ und „Kann ich noch eine Haarkur reinmachen/ -kannst Du mir Zöpfe flechten /-wo ist meine Haarbürste“ sowie „die Smacks …

Ich bin Unternehmerin

Heute mache ich mal Eigenwerbung. Ich schreibe über mich und wie es dazu kam, daß ich Unternehmerin wurde  – denn das bin ich seit 12 Tagen. Ich habe ein Unternehmen gegründet, wie das klingt. So nach börsendotiert und groß. Nein, es ist ein kleines Ein-Frau Unternehmen. Eines, welches zwei Geschäftsbereiche in sich vereint. Aber von Anfang an. Nachdem mein befristeter Arbeitsvertrag von meinem letzten Arbeitgeber nicht verlängert wurde, wie übrings der ebenfalls befristete Vertrag von dem Arbeitgeber davor auch, war ich kurz vor Weihnachten ohne Erwerbstätigkeit – arbeitslos. Arbeitsuchend klingt auch nicht viel besser. Da habe ich immer so ein Bild vor Augen, wie Menschen auf der Straße mit dem Kopf nach unten den Boden nach geeigneten Jobs absuchen. Was ist denn ein geeigneter Job? Man sollte auch meinen, mit meinem Portfolio wäre es nicht so schwierig, einen Job zu finden. Aber wie sich herausstellen sollte, war es das doch. Mit zwei Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren, alleinerziehend, als Frau und dann noch Management-Qualitäten – das beißt sich in der heutigen Jobwelt. …

Herbstnoten

Im Moment habe ich das Gefühl, die Zeit rast dahin. Eben war doch noch Frühlingsanfang! Schon war der Sommer da und irgendwie auch ganz schnell wieder rum, und jetzt riecht die Luft nach Herbst – frisch und klar. Sehr wohltuend nach der Hitze, wie ich finde. Überhaupt bin ich ich ein Herbsttyp, ich liebe den Herbst: Das warme Licht, die Natur verändert sich, es duftet im Wald nach Pilzen und nach Regen, Pflaumenkuchen mit Sahne und Tee mit Rum… Sehr lecker! Flugs müssen bei mir dann die Sommersachen raus und die herbstliche Stimmung rein! Meine Kissen auf dem Sofa bekommen ihre Herbstbezüge mit Fellimitat, Filz und Hirschmotiv. Dazu kommt die kuschelige Decke für’s Sofa – meine Schaffelle dürfen das ganze Jahr bleiben. Für die Tischdeko hat mir eines meiner Kinder ein paar Äpfel geklaut (ich schwöre, nicht in meinem Auftrag!). Sie sehen sehr hübsch aus mit roten Backen und in verschiedenen Größen, geschmacklich leider sehr sauer – aber sie müssen ja auch nur gut aussehen. Dazu einige Hölzer zusammengebunden, kombiniert mit zwei Kerzenleuchtern, die dicke …

Sommerferien

Die Erste Etage links ist zurück aus der Sommerpause. Die war unfreiwillig-freiwillig: In den Ferien hatte ich eine zeitlang tatsächlich keinen Internetzugang – klar gibt es Hotspots und Internetcafés, aber ich hatte nach einigen Tagen keine Lust mehr, drinnen zu hocken. Es war einfach zu schön draußen, und so habe ich das analoge Leben genoßen – herrlich! Und so wichtig. Meine Mutter meinte nur: „Oh super, keine Internetverbindung hier – na Gott sei Dank!“ Meine Mutter besitzt keinen Computer und kein Smartphone, „dieses neumodische Zeug“ braucht sie nicht. In der Tat kommunizieren wir auf die herkömmliche Art: Ich besuche sie oder sie mich, wir telefonieren mit Festnetz oder sprechen direkt miteinander. Und das funktioniert! Es ist ja in der Tat immer ein Gradwanderung: Muß ich meinen Beziehungsstatus unbedingt posten? Braucht jeder ein Foto von dem Strand, an dem ich gerade sitze oder von dem Berg, auf dem ich stehe? Klar bin ich gerne im Internet unterwegs, schließlich schreibe ich einen Blog. Ich liebe es, inspiriert zu werden und zu inspirieren. Auch ich habe schon bei …

Wir haben einen Salon

Schon wieder Zuwachs – diesmal in Form eines neuen Sofas! Eigentlich ist es kein neues Sofa, sondern ein ganz altes. Das habe ich mal ganz günstig ergattert und mangels Platz in den Keller verfrachtet. Die Erste Etage links ist ja schließlich keine Suite, sondern von den Abmaßungen eher eine Dienstbotenwohnung. Das Sofa stand also im Keller neben zwei dazu passenden Sesseln, 6 unterschiedlichen Stühlen mit Korbgeflecht (defekt), einer Seemanstruhe, einem Schrankkoffer, einem Hocker, den Wintersachen, den Weihnachtskugeln…was Frau halt so braucht. Das Jahr über. Es gibt in der ersten Etage links bereits ein Sofa, aber da kann immer nur einer ausgestreckt drauf liegen – dem gegenüber stand ein schrecklich quietschender Korbsessel, bei dem man nach einer längeren Sitzung das Gefühl hatte, erst wieder durch einen herzhaften Schlag in den Nacken gerade gehen zu können. Mein Orthopäde würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der unergonomisch geformte Sessel flog jetzt raus, und das Sofa zog ein. Da es nicht so tief ist und auch nicht zu lang, passt es genau zwischen Heizung und Schrank. Bunte Kissen …

Parabene in Dove und Nivea Produkten

Jetzt kann ich es ja zugeben – ich schaue gelegentlich Fernsehen. Und nein, meistens keine DVD, sondern Beiträge und Filme, die ich dem Fernsehprogramm der Tagespresse entnehme. Ja, auch den Tatort. Nein, keine Soaps. Und da bin ich eines Abends auf diesen Beitrag im SWR vom 9. Juni 2015 gestoßen. Es geht um die Verwendung von Parabenen in Kosmetika. Die Erkenntnisse in der Sendung finde ich erschreckend. Eigentlich müsste ja ein Aufschrei durch die Nation gehen – aber es schreit keiner. Oder einfach zu wenige. Am Konsumverhalten der Deobenutzer hat sich herausgestellt, das Hersteller plötzlich sehr schnell regieren können. Auf einmal sind Deos ohne Aluminium der Verkaufsschlager. Weil keiner Aluminium im Körper abgelagert haben möchte. Das ist einfach nicht schön. Also kaufen die Leute lieber Deo ohne Aluminium. Zurück zu den Parabenen: Ich habe vor einigen Tagen bei Dove auf der facebook-Seite den folgenden Beitrag eingestellt: „Guten Morgen bei Dove – Ihre Körperlotion war mir immer die Liebste, besonders der Duft ist unschlagbar. Jedoch werde ich Ihre Creme nun leider nicht mehr benutzen: http://www.swr.de/marktcheck/parabene-in-hautpflegeprodukten/-/id=100834/did=15466612/nid=100834/auyss2/index.html Auch …