Alle Artikel in: Ordnungsliebe

Ordnung im Kleiderschrank

Heute ist es soweit – mein Kleiderschrank und ich haben eine Verabredung. Wir wollten uns schon viel früher treffen, aber die letzten Treffen konnte ich wegen akuter Unlust nicht einhalten. Oder das Wetter war zu schön. Oder ich hatte keine Lust. Oder, oder, oder… Würde man als Frau den Beziehungsstatus zu seinem Kleiderschrank auf Facebook posten, klingst das dann meist so: „Es ist kompliziert“. Entweder ist der Schrank zu klein. Oder er steht wackelig (bedenklich bei überfülltem Zustand). Oder ganz schlimm, Frau muß ihn teilen! Da kriegen die Sommerfähnchen schon mal Platzangst neben dem Stapel Herrenpullis aus Kaschmir. Kurzum: Meist herrscht irgendwie Platznot, außerdem wollte man schon lange mal ausmisten und zudem hat Frau ja auch nie was anzuziehen. Es ist ein Drama. Aber keine Sorgen, nun bin ich ja da und erkläre Euch, wie man alle seine Kleiderschrankprobleme auf einen Schlag los wird. Dafür braucht Ihr nicht viel: Extrem schlechtes Wetter (zur Zeit ideale Bedingungen – kalt, naß, windig, 4 Grad Außentemperatur), große Säcke (Achtung, reißfest! Sonst habt Ihr plötzlich eine Altkleiderboutique im Flur …

Ich bin Unternehmerin

Heute mache ich mal Eigenwerbung. Ich schreibe über mich und wie es dazu kam, daß ich Unternehmerin wurde  – denn das bin ich seit 12 Tagen. Ich habe ein Unternehmen gegründet, wie das klingt. So nach börsendotiert und groß. Nein, es ist ein kleines Ein-Frau Unternehmen. Eines, welches zwei Geschäftsbereiche in sich vereint. Aber von Anfang an. Nachdem mein befristeter Arbeitsvertrag von meinem letzten Arbeitgeber nicht verlängert wurde, wie übrings der ebenfalls befristete Vertrag von dem Arbeitgeber davor auch, war ich kurz vor Weihnachten ohne Erwerbstätigkeit – arbeitslos. Arbeitsuchend klingt auch nicht viel besser. Da habe ich immer so ein Bild vor Augen, wie Menschen auf der Straße mit dem Kopf nach unten den Boden nach geeigneten Jobs absuchen. Was ist denn ein geeigneter Job? Man sollte auch meinen, mit meinem Portfolio wäre es nicht so schwierig, einen Job zu finden. Aber wie sich herausstellen sollte, war es das doch. Mit zwei Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren, alleinerziehend, als Frau und dann noch Management-Qualitäten – das beißt sich in der heutigen Jobwelt. …

Stiftehalter und Krimskrams-Box

Die Einen lieben es, die Anderen verzweifeln daran. Manche wissen genau und immer, wo sie etwas hingelegt haben, andere verbusseln ständig den Hausschlüssel/das Handy/die Scheckkarte/die Kofferschlüssel – ja, bald ist Urlaubszeit! Fangt schon mal mit dem Suchen an. Und wo waren noch mal die Koffer… Ich könnte jetzt darüber philosophieren, ob Ordnungsliebe und Chaos beim Menschen genetisch bedingt ist oder nicht, mache ich aber nicht. Wir sind alle unterschiedlich, auch in der Art, wie wir mit Dingen umgehen. Ich vergesse auch manchmal, wo ich was hingelegt habe – vielleicht ist das schon mein fortgeschrittenes Alter? Oder einfach auch ganz normal, denn kein Mensch kann sich alles merken – nein, es ist nicht das Alter, wußte ich’s doch. Ich habe es ganz gerne ordentlich, aber „gemütlich“ ordentlich. Was heißt denn das jetzt schon wieder? Soll bedeuten: Mit Hunden, Kindern, Gästen der Kinder und im Familien-Zusammenleben habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich verordne mir Toleranz und gelegentliches Putzen, Aufräumen und Bügeln (und erziehe die Familienmitglieder entsprechend), oder ich bin 24 Stunden mit eben diesen Tätigkeiten beschäftigt. Im …

Garnrollen im Glas

Heute morgen wollte ich ein Geschenk verpacken und habe mich mit den Garnrollen vertüddelt – entweder das Band kam gar nicht von der Rolle oder das Ganze rollte beim abschneiden vom Tisch oder noch schlimmer: es hat sich alles verheddert. Bei sowas kriege ich immer einen Schreikrampf – gerade wenn es schnell gehen soll! Abgesehen von dem zu dünnen Geschenkpapier und dem qualitativ gruseligen Tesafilm (zweiter Schreikrampf) suchte ich nach einer Lösung, wie man das besser und nervenschonender organisieren könnte. Ganz einfach: Husch ins Glas mit den Röllchen! Kein Verheddern, kein Vertüddeln. Sieht auch noch schick aus und kostet nichts, die Gläschen sind ausrangierte Marmeladen-Gläser. Bei einem Milchkaffee habe ich mir dann zufrieden mein Werk beguckt und finde es sehr gelungen. So, mal schauen, was ich jetzt noch einpacken kann – geht ja jetzt total entspannt!   Alles Liebe, Claudia