Ordnungsliebe, Roomservice, Wohnraumgestaltung
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5 Tips für mehr Ordnung im Flur

Es ist ja nicht wirklich ein Geheimnis – ich liebe Ordnung. Ich mag es, wenn alles seinen Platz hat, ich nie wirklich nach etwas suchen muß und wenn alles irgendwie eine Struktur hat. Wenn man nicht soviel Platz hat, ist die Herausforderung für viele Menschen besonders groß, Ordnung zu halten.

Heute soll es darum gehen, im Eingangsbereich eines Hauses mehr Ordnung zu schaffen und den Überblick zu behalten. Die meisten Menschen haben viele „Ordnungsbaustellen“ und wissen nicht so recht, wo sie anfangen sollen. Bei den überquellenden Kramschubladen? Die gibt es im Wohnzimmer, im Bad, in der Küche…Beim Kleiderschrank? Im Keller?

Ganz wichtig: Irgendwo anfangen. Man kann nicht alles an einem Tag schaffen. Wir starten heute mit dem Eingangsbereich. Hinterher werdet Ihr Euch viel wohler fühlen und Ihr habt mehr Platz, Struktur und Übersicht. Versprochen! Los geht’s!

Mehr Übersicht für kleine Flure

Der Flur – Das Mekka der überquellenden Garderoben und chaotischen Schuhregale. Gelegentlich hat man manchmal das Gefühl, man kommt zur Tür rein und betritt die Kleiderkammer der Caritas. Besonders Haushalte mit Kindern und Hunden stehen vor dem Problem: Wohin mit dem ganzen Kram?  Alles soll griffbereit sein, und zwar für jedes Wetter. In der Ersten Etage links haben wir einen Miniflur. Gesegnet sind diejenigen, die in ihrem Eingangsbereich Rollschuh laufen können – bei uns ist es hier schon übervoll, wenn zwei Personen drin stehen. Wenn der Hund auch noch drin steht, ist wegen Überfüllung geschlossen.

1. Wohin mit den Schuhen?

Von den Gummistiefeln für den Hundespaziergang bis hin zu den Turnschuhen für den Sportunterricht der Kinder über die Bequem-Schlappen für Zuhause: Die Anzahl der Schuhe, die im Alltag benötigt werden, kann bei 3-4 Personen ganz schnell zu einem Berg wachsen – abgesehen davon, das für besondere Anlässe besondere Schuhe nötig sind. Wie bereits erwähnt ist unser Flur winzig – um nicht bei Betreten der Wohnung von einem Garderobenständer erschlagen zu werden oder in einem Schuhchaos zu Fall zu kommen, mußte ich mir ein System überlegen.

Zunächst hat jedes Fräulein ein eigenes Schuhregal erhalten. Dieses befindet sich bei jedem Kind direkt im Zimmer. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Schuhe im Flur erheblich. Meine Schuhe stehen im Eingangsbereich auf einem offenen Metall-Regal mit zwei Böden. Offen deshalb, weil ich einige Pärchen Schuhe stapeln kann. Zudem trocknet feuchtes Schuhwerk in Ruhe auf dem unteren Boden ab. In geschlossenen Schuhschränken ist der Platz oft sehr begrenzt, zudem leiern die Schubladen bei Überbelastung leicht aus. Wem auch schon mal ein Paar Bergschuhe samt Schublade entgegen gefallen kam, weiß, wovon ich spreche.

Ganz konsequent stehen bei mir aktuell nur die Schuhe im Flur, die ich gerade saisonal trage. Für die kalte Jahreszeit gilt also: Keine Sandalen, keine High Heels und keine Sommer Sneaker. Gerade nicht benötigtes Schuhwerk kommt in Kartons in den Keller oder, wer Platz hat, in den Kleiderschrank oder ins Ankleidezimmer.

2. Schlüssel unauffindbar? Muß nicht sein.

Wer hat heute morgen seinen Schlüssel gesucht? Naaaa, erwischt? Hand hoch! Beziehungsfeind-Satz Nummer eins: „Schatz, wo sind denn die Schlüssel schon wieder!?“. Beziehungsfeind-Satz Nummer zwei:“ Die hast Du doch zuletzt gehabt!!“ Sehr förderlich für den Familienfrieden auch die Formulierung: „Ich hab‘ meinen Schlüssel vergessen“ – Sehr gerne aus einem unschuldig lächelnden Kindergesicht.

Die Lösung: Ein Schlüsselbord im Flur neben der Haustür. Ob Hakenleiste oder Schlüsselkasten mit Haken – jeder hängt seinen Schlüsselbund bei Betreten des Wohnraumes neben der Tür direkt an den Haken. Das erfordert etwas Übung und Konsequenz, wenn man nicht daran gewöhnt ist. Ja, das kann nervig sein. Es ist aber auch die große Chance, eben nicht mehr sämtliche Taschen durchzuwühlen zu müssen, nicht länger den Partner zu verdächtigen oder nie mehr entnervt die Augen zu rollen, weil man das Kino rechtzeitig mal wieder nur durch das Übertreten sämtlicher Verkehrsregeln erreicht.

Als Schlüssel-Leiste kann auch ein einfaches Holzbrett mit Nägeln dienen. Übrings eine sehr schöne Heimwerkeraufgabe für den Schatz! Der immer die Schlüssel verbummelt…

3. Gute Beleuchtung hilft, ein robuster Fußboden auch

Auch hier hat derjenige schon gewonnen, der einen Flur mit Tageslicht hat. In vielen Fällen ist es aber zappenduster, wenn man die Wohnung betritt. Also muß Licht herbei. Eine gute Beleuchtung ist das A und O. Als ich diese Wohnung bezogen habe, war der Flur in Kackbraun gestrichen. Kackbraun. Das war ja mal ein Statement. Als Erstes habe ich das Ganze weiß gestrichen (ich mußte drei mal überstreichen) und die funzelige Glühbirne durch eine helle, hübsche Leuchte ersetzt. An eine Wand kam ein großer Spiegel, somit konnte ich den kleinen Raum optisch vergrößern.

Ein Wort zum Boden: Wer Kinder und Hunde hat, dem kann ich Holz, Stein oder Fliesen als Bodenbelag  empfehlen. Teppich eher nicht. Mein Hund schüttelt sich nach dem Trocknen auch immer in der Wohnung – nie davor. Scheint so eine Schüttel-Hunde Gesetzmäßigkeit zu sein.

4. Klamotten-Himalaya oder wie entlaste ich einen Garderobenständer

Die Daunenjacken, Strickjacken, Blazer und Hunde-Ausgehjacken brauchen Platz. Viel Platz. Die wiegen auch etwas. Ich muß ja immer schmunzeln, wenn ich minimalistische Garderoben in minimalistisch eingerichteten Wohnungen sehe. So ein zartes Birkenstämmchen an zwei Fäden an der Decke befestigt. Darauf fünf Bügelchen mit den entsprechenden Jäckchen. Kann man machen. Hält aber nicht. Ich hab’s probiert. Frage mich auch immer: Wo haben die denn die 3-Lagen Funktionsjacke/ den Daunenmantel/ die Reitjacke/ den Wollmantel untergebracht? Oder haben richtige Lifestyle-Blogger so was gar nicht?

Gut, die bloggende, zünftige Landhausbesitzerin hat vermutlich eine Waschküche/ Dreckschleuse für das Hunde-/ Sport-/ Reit-/ Gartenzeug. Aber ich habe ja auch kein Landhaus. Nicht mal eine Landhütte. Mehr so eine Stadtbutze. Reicht aber auch.

Was bei Schuhen geht, funktioniert auch bei Jacken: Die Fräuleins haben eigene Garderobenhaken hinter den Türen ihrer Zimmer. Die aktuelle Jacke darf vorne mit an die Erwachsenen-Garderobe. Übrings ein altmodischer freistehender Kleiderständer aus Holz. Eine Alternative sind stabile, große Haken an der Wand. Wer Platz hat, kann auch noch kleinere Haken in Kinderhöhe anbringen und darunter ein Bänkchen zum Schuhe anziehen stellen. Eine stabile Kleiderstange auf Rollen (oder von Wand zu Wand) kann auch eine Lösung sein, eventuell mit einem schönen Vorhang davor. Die Betonung liegt auf STABIL.

Nein, die Kleiderstange von IKEA für 6,99 hat nicht gehalten. Öhm.

Noch mal zur Erinnerung: Nur Jacken und Oberteile dürfen im Eingangsbereich ihren Platz finden, die jetzt Saison haben. Meistens zieht man eh‘ immer dieselben Jacken und Schals an. Alles andere kommt in Kisten in den Keller. Gilt für Erwachsene und Kinder. Da muß ich mich an die eigene Nase fassen. Ich bin bekennender Halstuch- und Schaljunkie und es fällt mir schwer, nur 1-3 Schals an die Garderobe zu hängen. Eigentlich brauche ich ein eigenes Ankleidezimmer nur für Schals.

5. Sitzgelegenheit und wie bringe ich Kleinkram unter?

Noch etwas Platz für eine Sitzgelegenheit? Eine Bank, ein schöner Stuhl oder ein Hocker adelt den Flur. Es ist auch einfach bequem, wenn man sich die Schuhe anziehen möchte. Ich habe ein antikes Telefonbänkchen an die Wand gestellt. Es hat einen gepolsterten Sitz und daneben, wo früher das Telefon stand, wartet jetzt meine Handtasche auf ihren Einsatz. Unter dem Bänkchen ist noch genügend Raum für zwei Körbe. Hier finden Mützen, Halstücher, Handschuhe und Regenschirme Platz. Für die Hundeleine habe ich auch noch einen Haken in die Wand geklopft.

Für das Finish: Gerade in einem kleinen Flur machen sich großformatige Bilder oder Fotos an der Wand ganz hervorragend. Probiert es mal aus!

Alle Tips gelten natürlich auch für große Flure – ein großer Flur, überhaupt ein Raum wirkt luftiger und freundlicher, wenn Ordnung herrscht.

Alles Liebe,

Claudia

 

 

 

 

 

 

 

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