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Stiftehalter und Krimskrams-Box

Die Einen lieben es, die Anderen verzweifeln daran. Manche wissen genau und immer, wo sie etwas hingelegt haben, andere verbusseln ständig den Hausschlüssel/das Handy/die Scheckkarte/die Kofferschlüssel – ja, bald ist Urlaubszeit! Fangt schon mal mit dem Suchen an. Und wo waren noch mal die Koffer… Ich könnte jetzt darüber philosophieren, ob Ordnungsliebe und Chaos beim Menschen genetisch bedingt ist oder nicht, mache ich aber nicht. Wir sind alle unterschiedlich, auch in der Art, wie wir mit Dingen umgehen. Ich vergesse auch manchmal, wo ich was hingelegt habe – vielleicht ist das schon mein fortgeschrittenes Alter? Oder einfach auch ganz normal, denn kein Mensch kann sich alles merken – nein, es ist nicht das Alter, wußte ich’s doch.

Ich habe es ganz gerne ordentlich, aber „gemütlich“ ordentlich. Was heißt denn das jetzt schon wieder? Soll bedeuten: Mit Hunden, Kindern, Gästen der Kinder und im Familien-Zusammenleben habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich verordne mir Toleranz und gelegentliches Putzen, Aufräumen und Bügeln (und erziehe die Familienmitglieder entsprechend), oder ich bin 24 Stunden mit eben diesen Tätigkeiten beschäftigt. Im letzten Fall kann ich mir dann selbst den zweifelhaften Titel „Miss Sagrotan“ verleihen – aber sind wir doch mal ehrlich: Wer kommt bei Euch rein und bricht in lautstarkes Entzücken aus: “ Mann, hast Du die Sofakissenhüllen aber schön gebügelt und toll im 45 Gradwinkel ausgerichtet“ oder „Super, Du hast die Zimmerpflanzen ganz aussergewöhnlich mit der Nageschere geschnitten!“ Passiert wohl eher selten. Zumal man als alleinerziehende Mama, die Vollzeit arbeitet, den Tag dann locker um 13 Stunden erweitern müßte, damit Frau das Pensum schafft. Ich rate da zur Entspannung. In „Ordnungsliebe“ wird es in Abständen Tips und Tricks geben, wie man aufräumt, ausmistet, Dinge leichter wieder findet und überhaupt ein entspanntes Verhältnis zum Thema Ordnung entwickelt.

Und wie eine kleine Umfrage unter Freunden ergab, gibt es da durchaus Handlungsbedarf! Heute geht es um das Thema Aufbewahrung. Dazu gibt es ja viele kleine Helferleins, die auch noch hübsch aussehen. Oder man benutzt Behältnisse, die man zweckentfremdet und aufrüscht – das ist die günstige Variante. Zwei Möglichkeiten möchte ich heute vorstellen (eine zum Kaufen und eine zum selber Machen), diesmal für’s Kinderzimmer oder für’s Büro.

Der erste Ordnungshelfer ist diese hübsche Box, die es bei IKEA gibt:

Schachtel pink

Aufbewahrungsbox für Kleinigkeiten

Die Box ist aus stabiler Pappe und eignet sich durch die Unterteilung für alle Arten von Kleinigkeiten, die sonst immer irgendwo rumfliegen. Im Falle des Kinderzimmers könnte dies sein: Der Schlüssel, den man braucht, um die Playmobilhäuser zusammenzubauen, die Muscheln vom letzten Strandurlaub, die Ü-Ei Teile, die unbedingt aufgehoben werden müssen, Knöpfe, Murmeln oder die Polly-Pocket Handaschensammlung – diese Box nimmt alles auf, und duch den Deckel kann man auch prima mehrere Schachteln übereinander stapeln.

Goldene Schachtel

Der zweite Helfer ist für den Schreibtisch gedacht: Ein Stiftehalter – vielleicht nicht so geeignet für kleinere Kinder, weil der Korpus aus Joghurtgläsern besteht. Aber für Grundschulkinder und für’s Büro eine super Lösung, wie ich finde. Nimmt die Buntstifte auf, die Filzstifte oder auch Pinsel und Scheren. Und es ist ein SUE! Geht also schnell und einfach.

Stiftehalter2

Du brauchst:

  • Joghurtglas 500g (leer gelöffelt und ausgewaschen)
  • weißes Papier, buntes oder gemustertes Papier, mittlere Stärke
  • Kleber, Schere, Tesafilm

Arbeitsanleitung:

  1. Lauter gleich lange Streifen aus dem Papier ausschneiden. Vorher einmal ausmessen, damit es um das Glas passt. An einer Seite glatt schneiden, an der anderen Seite in Wellen.
  2. Entscheiden, ob man den Korpus mit weißem Papier „grundiert“ (siehe Foto) oder klar läßt. Beides sieht hübsch aus.
  3. Die Papierstreifen nach und nach von unten beginnend auf das Glas kleben. Man kann es wie eine „Fischhaut“ gestalten, indem man die Wellen immer nach oben und ineinander ragen läßt.
  4. Wenn das Papier sehr „störrisch“ ist oder nicht am Glas haftet, einfach mit Tesa behelfen

Arbeitszeit und Materialkosten: 30 Min. Kosten sind minimal, da der Korpus ein ausrangiertes Joghurtglas ist. Buntes Papier, falls nicht vorhanden (man kann auch Reste benutzen): 3-4 Euro im Schreibwaren oder Scrapbooking-Bedarf.

Eine schöne Variante für’s Büro: Zeitungspapier verwenden. Besonders nett, wenn die Zeitung eine exotische ist – Bahnhofsläden haben immer eine große Auswahl.

Tipp: Schon mal ein Geschenk in eine indische Zweitung gewickelt und verschenkt? Eine hübsche Kordel drum herum und eine Blüte dran gesteckt, schon hat man eine individuelle und günstige Verpackung.

So, nun noch Stifte rein und auf den Tisch stellen – fertig!

Viel Spaß beim Nachbasteln!

 

Alles Liebe,

Claudia

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