Autor: Erste Etage links

Der Mythos von der Selbstoptimierung

Neulich ist im Fach Religionspädagogik spontan ein sehr schöner Text entstanden zum Thema „Mythen“ – den möchte ich Euch nicht vorenthalten. Liebe Nadine, vielen Dank, dass ich unseren Text hier veröffentlichen darf! Wir sind ja neuerdings immer am Optimieren – Gut ist nicht genug, es muss alles immer irgendwie „besser“ sein. Das ist wirklich eines meiner Lieblingsthemen… Gut ist nämlich sehr ok und völlig ausreichend. Wir haben das Ganze textlich auf die Spitze getrieben. Viel Spaß bei unserem kleinen „Ratgeber“! Der beste Weg zur Selbstoptimierung Besser, schneller, höher, weiter – werde die beste Version von Dir selbst! Es reicht nicht aus, einfach nur Du selbst zu sein. Besser ist es, wenn Du all Deine natürlichen Anlagen ausspielst. Das geht ganz einfach: Du überprüfst Deine Ernährung und wirst bestimmt feststellen, dass da irgend etwas noch nicht optimiert ist. Hierzu bietet die Fachliteratur 301 Ratgeber, mit deren Hilfe Du feststellen kannst, ob Du Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß in ausgewogener Mischung zu Dir nimmst. Achte bei der Zubereitung auf ein ansprechendes Arrangement der Speisen, denn DU VERDIENST NUR …

Im Gespräch mit: Gerhard Czerner – Mountainbiker, Guide, Traveller

Wenn es jemanden gibt, der auf dem Moutainbike quasi zuhause ist, dann ist es Gerhard. Für mich gibt es nicht viele Menschen, die das verkörpern, was sie leben: Gerhard ist einer davon. Wir kennen uns aus meiner Zeit in Österreich, uns verbindet die Liebe zum Outdoorsport und zur Natur. Ich bin sehr stolz, dass ich ihn heute mit seiner Leidenschaft vorstellen darf! EEL: Gerhard, wie bist Du zum Mountainbiken gekommen und was macht den Reiz dabei für Dich aus? Gerhard Czerner: Zum Radfahren bin ich schon als Kind gekommen, wie wohl die Meisten. Mir erlaubte das Fahrrad, meinen Aktionsradius vor der Haustüre zu vergrößern. Jeden Tag bin ich stundenlang im Wald damit rumgefahren und hab die Gegend dabei immer neu entdeckt. In meiner Nachbarschaft gab es einige BMX Fahrer. Mit denen bin ich oft rumgezogen und über alles gesprungen was sich angeboten hat. Dann bin ich zum Trial fahren gekommen und die Gegend wurde ein neuer, faszinierender Spielplatz. Praktisch jeden Tag war ich auf dem Bike und bin in manchen Zeiten mehr Höhenmeter gehüpft als …

7 einfache Tips, wie Du Stress vermeiden kannst

Neulich steckte ich wieder mal knietief drin: Das eine Fräulein wollte wissen, wie die Englisch-Hausaufgabe funktioniert. Das andere Fräulein mußte zum Training und wollte abends wieder abgeholt werden. Der Hund war scheinschwanger und fiepte mich dauernd an: „Nimm mich bitte auf den Schoß“. Auf dem Schreibtisch stapelten sich eine unfertige Hausarbeit, eine noch gar nicht angefangene Hausarbeit und zwei Bücher, die ich dringend für die Schule lesen wollte. Beim Wäschekorb ging der Deckel nicht mehr zu (zu voll!), im Kühlschrank war es hingegen zu leer (muß dringend einkaufen!), und die Wollmäuse unter dem Schrank hatten sich mit den Spinnweben auf dem Schrank zu einer lustigen Skulptur verbündet. Stress und Überlastung führen zu völliger Erschöpfung Kennt Ihr das? Dazu fehlt dann nur noch eine Erkältung oder ein verspannter Nacken (wahlweise bei den Fräuleins oder bei mir selbst) oder eine andere kleine große Katastrophe – und dann bin ich nur noch genervt. Mir ist alles zuviel und ich möchte am Liebsten auswandern oder auf einer einsamen Hütte sitzen. Bloß weg von dem ganzen Stress. Was mir hilft …

Postergalerie leicht gemacht

Ich liebe schnelle und einfache Dekorationswechsel. Nichts geht schneller als eine neue Wanddeko, die wirklich jeder hinkriegt. Dazu benötigt Ihr: Wechselrahmen Eurer Wahl (ich habe mich für den Rahmen „Fiskbo“ von IKEA entschieden, und zwar in der Größe 21 x 30 cm, schlicht weiß) Seiten aus Modezeitschriften, alte Kalenderblätter, Kinderzeichnungen, eigene Zeichnungen, Seiten mit floralen Motiven aus alten Büchern über Pflanzen… Feste Unterlage zum Zuschneiden Cutter Metall Lineal/ Schneidemaschine Ich habe mir Kalenderblätter aus einem alten Kalender ausgesucht. Die Möglichkeiten sind wirklich unbegrenzt – ob alte Comicseiten, chinesische Zeitungen, Filmplakate oder Titelbilder einer Zeitschrift – hauptsache schon fertig. Fotos gehen natürlich auch, aber die muß ich ja erst mal aus dem Handy oder von der Kamera auf Fotopapier bannen. Fotos haben auch irgendwie alle an der Wand! Aber eine kleine Austellung mit ungewöhnlichen Motiven ist spannend und macht was her – ich kann mit Farben spielen und das Ganze sehr bunt gestalten. Oder ich bleibe schlicht schwarz-weiß. Und bei Bedarf kann ich die Bilder einfach blitzschnell wieder austauschen. Und so geht es: Ausgewählte Papiere auf …

Ich bin HR 3 Umweltheldin

Letzte Woche klingelte bei mir morgens um 7 Uhr das Telefon: Stefan Frech aus der Morning-Show von HR 3 war dran! Er fragte mich, was wir denn für die Umwelt tun. Ich berichtete davon, dass wir als Familie den Müll aufsammeln, den andere in die Gegend werfen. Und das täglich, beim Hundespaziergang, beim Joggen und sogar im Urlaub. Wenn wir unterwegs sind, findet sich so Einiges: Flaschen, Dosen, Papiertaschentücher, Bonbonpapiere, Zigarettenstummel, Hundekottüten (gefüllt und am Wegesrand abgestellt)… Dafür sind wir ausgezeichnet worden, und ich freue mich sehr darüber! Wenn jeder am Tag nur ein Teil aufheben würde, wäre der Umwelt schon sehr geholfen. Liebe Grüße, Claudia Infos zur Aktion gibt es hier: HR 3 Bildquelle: www.hr3.de

Was ist guter Stil?

Wie Ihr wisst, liebe ich es, in Cafés zu sitzen. Was ich neben Kaffee trinken und Kuchen essen noch mache? Na klar, Leute gucken! Das ist doch das Allerbeste! Kleider machen Leute, heißt es. Wer sich schon mal mit dem Thema „Wahrnehmendes Beobachten“ beschäftigt hat, der weiß: Beobachten ist immer subjektiv. Wir sind niemals objektiv, wir bewerten, wir schätzen ab, wir überlegen, welche Geschichte steckt hinter diesem Menschen oder dieser Persönlichkeit. Schnell haben wir ein Urteil parat, geprägt durch unsere Werte und Normen und durch unsere Erfahrungen. Und ja, auch unser persönlicher Geschmack entscheidet, was wir mögen oder wo sich das Auge beleidigt abwendet und wir denken, das geht ja gar nicht. Manchmal entdecken wir eine Person, wo wir denken, wow, die hat aber Stil! Was ist denn nun guter Stil? Zahllose Ratgeber wollen dazu die ultimative Antwort geben und in so ziemlich allen Zeitschriften werden regelmäßig die zehn Teile angepriesen, die Mann oder Frau besitzen muß, um sich möglichst stilvoll zu kleiden. Klassiker der Filmgeschichte: Der beige Trenchcoat „Zeitlos elegant“, „Das können Sie immer …

Im Gespräch mit: Katja Kovar, BODY SCHOOL Hamburg

Neues Jahr, neue Rubrik! Für 2019 habe ich mir überlegt, inspirierende Persönlichkeiten in die Erste Etage links einzuladen und ihnen ein paar Fragen zu stellen. Ich freue mich sehr, dass meine liebe Freundin Katja den Anfang macht! Wir kennen uns schon so lange und sind eigentlich wie ein altes Ehepaar – nur schöner! EEL: Wie ist die BODY SCHOOL entstanden und was bietest Du heute alle an? Katja Kovar: Im Laufe meiner sportlichen Ausbildungen und etlicher Jahre Trainertätigkeit, die ich nebenberuflich absolviert habe, hat sich mehr und mehr heraus kristallisiert, wo die Problemstellungen der Kunden im Fitnessbereich liegen. Natürlich hat jeder Mensch individuelle Ziele, aber außerhalb des Berufslebens Ziele konsequent zu verfolgen, fällt vielen Menschen schwer. Um langfristige Erfolge und Spaß in den Punkten Ernährung, Fitness und Gesundheit zu haben, bedarf es aber zunächst einmal des Verständnisses für die großen Zusammenhänge. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Kunden nicht gut informiert waren und so mit dem Drehen kleiner Schrauben in ihrem Körper beschäftigt waren, dass sie sich daran verschlissen haben (körperlich wie zeitlich), ohne …

5 Ordnungstipps für eine aufgeräumte Küche

Frische Ordnungsideen zu Jahresbeginn – Wie Ihr Eure Küche wieder in einen Wohlfühlort verwandelt Heute widmen wir uns dem Herzstück des Hauses – der Kantine. Hier wird gekocht, gegessen, gelacht, es werden Partys gefeiert und: Es werden Sachen gehortet. Man glaubt es kaum, was so alles in der Küche aufbewahrt wird. Egal ob großzügige Landhausküche oder Mini-Kombüse, hier landet so gerne alles, was irgendwie gerade sonst keinen Platz hat: Die vergessene Weihnachtskugel vom letzten Fest, die Weinkorkensammlung ganz hinten rechts in der Schublade, die kaputte Glühbirne aus der Dunstabzugshaube, das Playmobilmännchen, welches das Kind in der Küche vergessen hat, die alte Batterie der Taschenlampe nebst defekter Taschenlampe, die Kulisammlung… Neben den vielen, vielen Kleinigkeiten in den Untiefen der Schubladen finden sich in den Schränken auch gerne Küchengeräte wieder, die man entweder einmal im Jahr braucht oder die man noch nie benutzt hat: Der Ananasschneider, das Raclette Besteck, der Ei-Schneider, die Muffinform, die olle Salatschüssel von Tante Anna, das Service von Oma Elfi und der defekte Toaster, den man schon lange durch einen neuen ersetzt hat… …

Mehr Wagemut statt Gleichmut

Schon wieder naht ein Jahresende, und wie jedes Jahr frage ich mich: Habe ich eigentlich gute Vorsätze für das neue Jahr? Einige Gedanken zu diesem Thema habe ich hier bereits notiert. Passend zum Thema schreibt die kroatisch-deutsche Schrifstellerin Jagoda Marinić in der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutsche Zeitung: „Für das nächste Jahr braucht es eine Generation Wagemutiger, die von all dem erzählt, was diese Weltgemeinschaft nicht wissen möchte.“ Sie bezieht sich auf aktuelle politischen und menschlichen Tragödien, an die wir uns möglicherweise schon gewöhnt haben. Während wir in Kirchen den Weihnachtspredigten gelauscht haben, versuchte die SEA WATCH 3 mit 30 geretteten Menschen einen Hafen in Europa zu finden. Laut Marinić seien Predigten und Glaube kein Selbstzweck, sondern ermögliche den Menschen, Haltungen zu entwickeln – Menschen zu sein. In der christlich-abendländischen Tradition sei Humanität ein Gebot. Jede Verletzung der Humanität bedeute eine Erschütterung. In derselben Ausgabe der Süddeuschen beschreibt Tanja Rest in ihrem Artikel „Alles bleibt anders – Gute Vorsätze und schlechte Gewohnheiten: Warum tun wir, was wir tun, obwohl wir wissen, dass wir es anders machen …

Mein Einstieg in das nachhaltige Leben

Beim Thema Trends bin ich ja immer so zögerlich. Seit einiger Zeit gibt es den Trend zur Nachhaltigkeit. Was ist das denn eigentlich? Muß ich da mit machen? Oder ist das wieder nur so ein Hype, dem alle folgen… Ist das eigentlich auch hygge? Oder langom? Entschuldigung, aber da kann man ja schon durcheinander kommen. Kaum ist ein Trend da, ist er auch schon wieder weg. Ist Nachhaltigkeit eigentlich ein neuer Trend? Man kann Nachhaltigkeit unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten betrachten. Das Thema wird auch schon seit einer Weile durch die Medien gejagt und hält sich beständig. Findet auch jeder irgendwie wahnsinnig wichtig und interessant, aber kaum einer lebt danach. Theoretisch klingt das ja auch immer ganz toll. Und wir kaufen doch schon Bioeier, spenden für Greenpeace und trennen den Müll. Vielleicht waschen wir unsere Wäsche auch nicht bei 90 Grad, weil das ziemlich viel Energie verbraucht und meist gar nicht nötig ist. Der Eine oder Andere fährt immerhin gelegentlich noch mit dem Fahrrad zur Arbeit oder engagiert sich für Chancengleichheit. Reicht das? Wo …