Nachhaltig leben
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Plastikmüll am Strand

Wenn man aufs Meer schaut, dann verliert man sich in der Weite. Es ist herrlich und ich denke jedesmal, wie großartig die Natur ist. Der Atem wird ruhig und die Seele weit. Die Luft schmeckt salzig und es ist fast immer windig. Wenn wir ankommen, gibt es erst mal ein großes Wettrennen die Dünen hoch, um zu schauen, ob das Meer noch da ist. Seit die Fräuleins klein sind, ist das immer ein riesiger Spaß! Natürlich ist das Meer noch da.

Auf der anderen Seite rennen wir dann immer runter zum Wasser, der Hund begeistert voraus – mit einer aprupten Vollbremsung am Wasser, schließlich handelt es sich um einen Rhodesian Ridgeback. Da macht man sich nur im höchsten Notfall die Pfoten naß. Also wenn es gar nicht anders geht.

Plastik an Dänemarks Stränden

Wenn ich aufs Meer schaue, sehe ich ihn nicht – den Plastikmüll zu meinen Füßen. Auch Dänemarks Küsten bleiben nicht verschont von Kanistern aus Plastik, Zahnbüsten, Aludosen, Zahnpastatuben, Tamponeinführhilfen, Luftballonhüllen samt Schnur, Einwegrasierern und Strohhalmen – nach jeder Flut wird alles mögliche ans Ufer geschwemmt.

Inszwischen stehen an den Aufgängen zu den Ferienhäusern Mülltonnen und große Holz-Container bereit. Jeder ist aufgefordert, bei seinem Strandspaziergang etwas Müll mitzunehmen und so zu helfen, die Strände sauber zu halten.

Besser wäre es, wenn dieser Müll gar nicht erst entstehen würde. Und so fällt mir wieder mal auf, wie viele Produkte aus Kunststoff hergestellt sind, die wir tagtäglich benutzen. Aber auch Aluminium, Seile, Glasflaschen mit Verschluß und Holzreste finden wir am Strand.

Als Kind war ich an diesen Stränden schon unterwegs. Das ist jetzt über 30 Jahre her. Zu dieser Zeit gab es auch schon Dinge, die angeschwemmt wurden. Mal waren es Bojen, Holz oder eine Flasche. Manchmal ein Kanister oder Reste eines Fischenetzes. Aber mittlerweile ist der Müll ein riesiges Problem geworden. Insbesondere die vielen Teile aus Kunststoff fallen mir beim Sammeln auf. Inzwischen ist uns das Aufheben von Müll derartig in Fleisch und Blut übergegangen, das wir gar nicht mehr anders können – wenn irgendwo Müll liegt, heben wir es auf.

Viele helfen mit beim Müll aufsammeln

Meistens haben wir Tüten dabei, zur Not muß eben der Hundekotbeutel als Transporthilfe dienen. Wie hier bereits erwähnt kehren wir nie ohne gesammelten Müll heim bzw. laufen bis zum nächsten Mülleimer. Das ist schon erschreckend. Toll fand ich, dass sich auch viele andere Urlauber an der Aktion beteiligt haben und Plastikplanen, Kanister und anderen Unrat zu den Sammelbehältern getragen haben.

Die Fräuleins helfen selbstverständlich mit. Neulich habe hier gelesen, dass der Betreiber eines Freizeitparkes in der Nähe von Nantes eine „fliegende Müllabfuhr“ einsetzt. Die Idee, Saatkrähen als Müllsammler zu trainieren, hatte Christophe Gaborit, der Falkner des Freizeitparks. Ihm ist es gelungen, einer Gruppe Krähen beizubringen, herumliegenden Abfall aufzupicken und diesen in einen Behälter zu werfen, der im Gegenzug ein Leckerli für die Vögel ausspuckt. Dadurch sollen Besucher des Parkes animiert werden, keinen Müll mehr in die Gegend zu werfen. Ob das nicht eine Alternative für die Möwen am Strand wäre? Das Problem: Für einen Kanister oder eine Holz-Palette bräuchte man dann ein ausgebildetes Heer von Möwen…

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Wann werden bestimmte Kunststoff-Produkte endlich verboten? Wird es verstärkt Rückgabe- und Pfandverpackungen als Alternative für Umverpackungen im Handel geben? Meiner Meinung nach ist dies eine sehr gute Möglichkeit, um Müll zu vermeiden. Weiterhin setze ich mich für das Vermeiden von Plastikmüll ein und suche nach Alternativen zu Kunststoffprodukten. Inszwischen verzichte ich auf Duschgel in Plastikflaschen und benutze Seife am Stück.

Setzt Ihr Alternativen zu Kunststoff ein? Ich freue mich, wenn Ihr mir davon erzählt!

Alles Liebe,

Claudia

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