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Social Media – Was macht das mit uns?

Mich treibt seit Längerem die Frage um, wie Social Media uns beeinflußt und was wir dem entgegen zu setzen haben. Es scheint nicht mehr ohne Instagram, Facebook und Whatsapp zu gehen. Oder doch? Der Versuch einer Antwort. Es hat ja eine Weile gedauert, aber kürzlich habe ich den letzten Dienst auf meinem Smartphone gelöscht, der zu Facebook gehört: Whatsapp ist Geschichte. Ich bin tatsächlich ausgestiegen und habe zu Signal gewechselt. Erstaunlicherweise war das gar nicht so schwierig. Es ist mir sogar ausgesprochen leicht gefallen, besonders nach der Lektüre von Jaron Laniers Buch „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen mußt“. Ich hatte das Buch bereits vor einiger Zeit gelesen – ein wake-up call. Denn Social Media macht etwas mit uns . Nachdem ich für eine Hausarbeit eine Rezension über das Buch verfasst habe, war es für mich nur konsequent, den Messenger Dienst zu löschen, der meine gesamten Daten an Facebook weitergibt. Unfassbar, dass diese Praktik ständig und dauernd millionenfach 24 Stunden lang stattfindet – mit ausdrücklicher Zustimmung der User. Doch was ist …

Im Gespräch mit: Mila Plaickner – Künstlerin

Kreativität bestimmt einen Großteil meines Lebens. Ich habe ständig neue Ideen, kann mich für Dinge begeistern und versuche, vieles davon in meinem Leben umzusetzen. Das gelingt mir mal besser und mal schlechter. An manchen Tagen klappt das gar nicht, an anderen wieder total super. Das drückt sich aus im Fotografieren und Blog schreiben oder im Schmuck herstellen. Neuerdings spiele ich gerne Impro-Theater, das macht sowas von Spaß! Dekorieren, recyclen, umbauen, sich was ausdenken… alles meins. Wir haben hier in der Ersten Etage links einen riesigen Schrank voll mit Bastelmaterialien, Farben und Werkzeugen – quasi eine Inhouse-Kreativwerkstatt. Eine Freundin brachte es mal auf den Punkt: „Claudi, Du machst aus der letzten Gerümpelkammer noch eine Wohlfühloase!“ Wer will denn eigentlich unschön wohnen? Ich mache es mir gerne hübsch und gemütlich – es überrascht mich immer wieder, wie kühl und zweckmäßig manche Menschen wohnen. Mein Einrichtungsstil ist kreativ Bei mir ist es bunt! Meine Lieblingsfarbe ist rot, und das harmoniert wunderbar mit weiß, schwarz und verschiedenen Holztönen. Warum also nicht rote Schränke haben? An den Wänden hängen neben …

Warum ich laufen muß

Mein Atem geht regelmäßig, meine Füße machen einen Schritt nach dem nächsten. Ich spüre die frische Luft im Gesicht, es ist früh am Morgen. Die Sonne geht gerade auf, und kleine Äste knacken unter meinen Schuhen. Obwohl es erst Februar ist, sind die Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Die ersten Vögel sind schon wach. Es duftet nach Erde und nach Wald. Ich liebe es, früh morgens unterwegs zu sein – am Liebsten laufend. Laufen erdet mich, bringt mich runter, macht mich zufrieden. Dabei stelle ich keine Rekorde auf, trage keinen Schrittzähler oder einen Pulsmesser. Ich verfolge kein Trainingsziel. Ich laufe um des Laufens willen. Einfach, weil es Spaß macht. Am liebsten bin ich im Wald unterwegs, aber auch gerne auf Feldwegen. Manchmal trabe ich langsam, manchmal fliege ich förmlich. Gelegentlich renne ich auch mal wie bekloppt kurze Strecken. Solange, bis die Lunge brennt und ich spüre, wie mir der Schweiß ausbricht. Der Mensch ist zum Laufen geboren. Nur leider haben das viele Menschen verdrängt. Wir fahren mit dem Auto zum nächsten Supermarkt, obwohl der nur 300 …

Der Mythos von der Selbstoptimierung

Neulich ist im Fach Religionspädagogik spontan ein sehr schöner Text entstanden zum Thema „Mythen“ – den möchte ich Euch nicht vorenthalten. Liebe Nadine, vielen Dank, dass ich unseren Text hier veröffentlichen darf! Wir sind ja neuerdings immer am Optimieren – Gut ist nicht genug, es muss alles immer irgendwie „besser“ sein. Das ist wirklich eines meiner Lieblingsthemen… Gut ist nämlich sehr ok und völlig ausreichend. Wir haben das Ganze textlich auf die Spitze getrieben. Viel Spaß bei unserem kleinen „Ratgeber“! Der beste Weg zur Selbstoptimierung Besser, schneller, höher, weiter – werde die beste Version von Dir selbst! Es reicht nicht aus, einfach nur Du selbst zu sein. Besser ist es, wenn Du all Deine natürlichen Anlagen ausspielst. Das geht ganz einfach: Du überprüfst Deine Ernährung und wirst bestimmt feststellen, dass da irgend etwas noch nicht optimiert ist. Hierzu bietet die Fachliteratur 301 Ratgeber, mit deren Hilfe Du feststellen kannst, ob Du Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß in ausgewogener Mischung zu Dir nimmst. Achte bei der Zubereitung auf ein ansprechendes Arrangement der Speisen, denn DU VERDIENST NUR …

7 einfache Tips, wie Du Stress vermeiden kannst

Neulich steckte ich wieder mal knietief drin: Das eine Fräulein wollte wissen, wie die Englisch-Hausaufgabe funktioniert. Das andere Fräulein mußte zum Training und wollte abends wieder abgeholt werden. Der Hund war scheinschwanger und fiepte mich dauernd an: „Nimm mich bitte auf den Schoß“. Auf dem Schreibtisch stapelten sich eine unfertige Hausarbeit, eine noch gar nicht angefangene Hausarbeit und zwei Bücher, die ich dringend für die Schule lesen wollte. Beim Wäschekorb ging der Deckel nicht mehr zu (zu voll!), im Kühlschrank war es hingegen zu leer (muß dringend einkaufen!), und die Wollmäuse unter dem Schrank hatten sich mit den Spinnweben auf dem Schrank zu einer lustigen Skulptur verbündet. Stress und Überlastung führen zu völliger Erschöpfung Kennt Ihr das? Dazu fehlt dann nur noch eine Erkältung oder ein verspannter Nacken (wahlweise bei den Fräuleins oder bei mir selbst) oder eine andere kleine große Katastrophe – und dann bin ich nur noch genervt. Mir ist alles zuviel und ich möchte am Liebsten auswandern oder auf einer einsamen Hütte sitzen. Bloß weg von dem ganzen Stress. Was mir hilft …

Mehr Wagemut statt Gleichmut

Schon wieder naht ein Jahresende, und wie jedes Jahr frage ich mich: Habe ich eigentlich gute Vorsätze für das neue Jahr? Einige Gedanken zu diesem Thema habe ich hier bereits notiert. Passend zum Thema schreibt die kroatisch-deutsche Schrifstellerin Jagoda Marinić in der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutsche Zeitung: „Für das nächste Jahr braucht es eine Generation Wagemutiger, die von all dem erzählt, was diese Weltgemeinschaft nicht wissen möchte.“ Sie bezieht sich auf aktuelle politischen und menschlichen Tragödien, an die wir uns möglicherweise schon gewöhnt haben. Während wir in Kirchen den Weihnachtspredigten gelauscht haben, versuchte die SEA WATCH 3 mit 30 geretteten Menschen einen Hafen in Europa zu finden. Laut Marinić seien Predigten und Glaube kein Selbstzweck, sondern ermögliche den Menschen, Haltungen zu entwickeln – Menschen zu sein. In der christlich-abendländischen Tradition sei Humanität ein Gebot. Jede Verletzung der Humanität bedeute eine Erschütterung. In derselben Ausgabe der Süddeuschen beschreibt Tanja Rest in ihrem Artikel „Alles bleibt anders – Gute Vorsätze und schlechte Gewohnheiten: Warum tun wir, was wir tun, obwohl wir wissen, dass wir es anders machen …

Digital Diät

Mein Ausstieg aus Social Media Das neue Jahr 2018 hat kaum richtig begonnen, und schon bin ich auf Diät. Diesmal schaffe ich es, habe ich mir vorgenommen. Und ich werde es durchhalten. Dabei ist das ja so eine Sache mit den guten Vorsätzen. Jedes Jahr zum Jahresende nehmen wir uns vor: Im nächsten Jahr wird alles anders. Wir wollen weniger essen, mehr Sport machen, nachhaltiger leben (öhm – das wäre ja wirklich eine Idee!), das Rauchen aufgeben, öfter Tante Lotti anrufen…die Liste der phantasievollen Vorsätze fürs neue Jahr ist lang. Oft halten wir es nicht mal zwei Wochen durch, und dann lockt entweder die Sahnetorte oder das Sofa – wir haben es wieder nicht geschafft. Meist liegt es daran, das wir alles auf einmal wollen, und das sofort. Es muss gleich klappen mit der Gewichtsabnahme, und wir schaffen sofort 10 km im Dauerlauf. Im Zeitalter der Optimierung sollte das ja mit unserer Disziplin ein Klacks sein. Ist es aber nicht. Es ist aus der Mode gekommen, kleine Schritte zu machen. Wer macht denn heute noch …

Bleib wie Du bist

Das neue Jahr 2016 hat gerade begonnen, und ich finde, das ist der ideale Zeitpunkt für meinen Post gegen den Optimierungswahn. Es gibt ja nichts, was man nicht verbessern könnte – jeder kennt vermutlich dieses kleine, fiese Stimmchen im Kopf, welches einem zuflüstert: „Zumindest doch ein klein wenig besser könnte es werden“: Die obligatorischen 5 Kilo sollen runter, besser wären allerdings 8, im Job muß eine Beförderung her oder der ganz neue Job, der Partner wird auf den Prüfstand gestellt oder es wird als Single dringend Zeit für überhaupt ein Partner (jetztgleichsofort!), notfalls herbei gegoogelt oder online bestellt! Mehr Geld, mehr Klamotten, besserer Stil, ganz viel Sport, wieso fährt der Nachbar jetzt das größere neuere Auto und ich nicht, warum mache ich eigentlich nicht den tollen Urlaub oder am besten gleich das Sabbatical auf Goa, was die Kollegin gerade wahr nimmt? Dringend muß auch der Facebookauftritt besser werden, die Freunde sind alle so aktiv, nur ich nicht. Irgendwie esse ich ja auch völlig verkehrt, nicht nach Paleo, nicht vegan, nicht ohne Butter oder Laktosefrei, vermutlich …

Ich bin Unternehmerin

Heute mache ich mal Eigenwerbung. Ich schreibe über mich und wie es dazu kam, daß ich Unternehmerin wurde  – denn das bin ich seit 12 Tagen. Ich habe ein Unternehmen gegründet, wie das klingt. So nach börsendotiert und groß. Nein, es ist ein kleines Ein-Frau Unternehmen. Eines, welches zwei Geschäftsbereiche in sich vereint. Aber von Anfang an. Nachdem mein befristeter Arbeitsvertrag von meinem letzten Arbeitgeber nicht verlängert wurde, wie übrings der ebenfalls befristete Vertrag von dem Arbeitgeber davor auch, war ich kurz vor Weihnachten ohne Erwerbstätigkeit – arbeitslos. Arbeitsuchend klingt auch nicht viel besser. Da habe ich immer so ein Bild vor Augen, wie Menschen auf der Straße mit dem Kopf nach unten den Boden nach geeigneten Jobs absuchen. Was ist denn ein geeigneter Job? Man sollte auch meinen, mit meinem Portfolio wäre es nicht so schwierig, einen Job zu finden. Aber wie sich herausstellen sollte, war es das doch. Mit zwei Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren, alleinerziehend, als Frau und dann noch Management-Qualitäten – das beißt sich in der heutigen Jobwelt. …

Heidelbeerdrama und Kaffeekonsum

So. Jetzt liegen sie hübsch wie zufällig angeordnet auf dem Tablett. Die Heidelbeeren für meine kleines „Heidelbeer-Mascarpone-Schoko-Creme“ Fotoshooting. Aber vorher tobte in meiner kleinen Kantine die Hölle. Genauer gesagt, die Heidelbeer-Hölle. Mir ist nämlich zweimal die gesamte Packung Heidelbeeren entglitten – nicht einmal, nein zweimal. Wer kam denn auch auf diese dusselige zweiteilige Verpackung mit nicht-passendem Deckel? Der ganze Küchenboden hatte Heidelbeer-Sommersprossen (oder sollte ich sagen Frostsprossen? – es ist ja so fürchterlich kalt draußen!). Der Teilzeit-Hund verfolgte mit verwunderten Blicken, wie ich kriechender Weise auf dem Küchenboden Ausschau hielt nach den kleinen lila Kugeln, um sie wieder einzusammeln. Zweimal – erwähnte ich das schon? Letztendlich wurden die leckeren Beeren dann ihrer wahren Bestimmung zugeführt, nämlich als äußerst passende Begleiter für ein Dessert. Ja, so ist das, wenn man einen Blog schreibt und Fotografin, Autorin, Kritikerin, Scout und Seiten-Designerin in einer Person ist. Da ich das Magazin nun auch mit sinnigen Inhalten füllen möchte (die wache Leserin hat es bemerkt, einige Kategorien sind noch nicht gefüllt), bin ich zur Zeit an allen Fronten aktiv. Das …