Inspiration
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Im Gespräch mit: Mila Plaickner – Künstlerin

Kreativität bestimmt einen Großteil meines Lebens. Ich habe ständig neue Ideen, kann mich für Dinge begeistern und versuche, vieles davon in meinem Leben umzusetzen. Das gelingt mir mal besser und mal schlechter. An manchen Tagen klappt das gar nicht, an anderen wieder total super. Das drückt sich aus im Fotografieren und Blog schreiben oder im Schmuck herstellen. Neuerdings spiele ich gerne Impro-Theater, das macht sowas von Spaß!

Dekorieren, recyclen, umbauen, sich was ausdenken… alles meins. Wir haben hier in der Ersten Etage links einen riesigen Schrank voll mit Bastelmaterialien, Farben und Werkzeugen – quasi eine Inhouse-Kreativwerkstatt.

Eine Freundin brachte es mal auf den Punkt: „Claudi, Du machst aus der letzten Gerümpelkammer noch eine Wohlfühloase!“ Wer will denn eigentlich unschön wohnen? Ich mache es mir gerne hübsch und gemütlich – es überrascht mich immer wieder, wie kühl und zweckmäßig manche Menschen wohnen.

Mein Einrichtungsstil ist kreativ

Bei mir ist es bunt! Meine Lieblingsfarbe ist rot, und das harmoniert wunderbar mit weiß, schwarz und verschiedenen Holztönen. Warum also nicht rote Schränke haben? An den Wänden hängen neben Fotografien, Postkarten und Postern viele Leinwände in allen Größen und Farben. Entstanden sind sie in den Mal-Kursen mit der Künstlerin Mila Plaicker. Mila ist eine unfassbar kreative und inspirierende Persönlichkeit.

Uns verbindet eine langjährige Freundschaft, und ich freue mich sehr, dass Mila meine heutige Interviewpartnerin ist. Dazu darf ich einige ihrer Werke zeigen.

EEL: Liebe Mila, was inspiriert Dich?

Mich inspiriert das Leben, die Menschen, die Beziehungen dazwischen – sozusagen die Momentaufnahmen.

EEL: Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Figurativ und expressiv – impressiv mit einem Hang zur Abstraktion.

EEL: Wo hast Du malen gelernt und welcher Dozent*in oder Lehrer*in hat
Dich am meisten beeindruckt?

Das „Malen gelernt“ habe ich am ehesten in der Schule. Das war damals noch in Kroation, da ist es einem Lehrer aufgefallen, dass ich anscheinend Talent habe. Mich beeindrucken auch sehr viele Künstler: von den alten Meister* innen sind es Rembrandt, John Singer Sargent, Picasso, Egon Schiele, Frida Kahlo, Paula Modersohn-Becker und Gabriele Münter. Bei den zeitgenössischen Maler*innen kann ich Alex Kanevsky, Ruprecht von Kaufmann, Jonas Burgert, Cecily Brown und Jenny Sville nennen.

EEL: Du lebst von Deiner Kunst. Mit welchen Schwierigkeiten mußt Du da manchmal kämpfen?

… dass es oft auch nur ein „Geschäft“ ist.

EEL: Ist Kunst im digitalen Zeitalter noch zeitgemäß?

Selbstverständlich. Es dreht sich immer alles um die Kunst. Die bildende Kunst ist nicht nur für die Augen schön anzusehen – sie hat ein Eigenleben.

EEL: Mich beeindrucken besonders Deine großformatigen Bilder. Wonach
wählst Du die Größe der Leinwände und die Farben aus?

Themen und Visionen sind für mich sehr wichtig. Da entsteht dann auch die Wahl der Farben (z.B. kühl-distanziert oder warm-intensiv). Und die Liebe zur großen Leinwand ist einfach da. Es ist für mich befreiender, auf großen Leinwänden zu malen als auf kleineren.

EEL: Was machst Du, wenn Du mal keinen Pinsel in der Hand hast oder Dich entspannen möchtest?

Ich mache Sport – für die Anspannung, um danach zu entspannen. Einfach draußen zu sein und die Natur zu genießen, ist mir sehr wichtig. Dabei kann ich gut meinen Geist klären und meine Gedanken ordnen.

EEL: Ich frage mich manchmal, ob jeder kreativ sein kann. Steckt in jedem
Mensch eine Künstler*in?

Auf die eine oder andere Weise schon. Ich glaube, dass nicht jeder malen kann oder sollte. Aber es gibt auch die Musik, das Werken und das Basteln. Inwieweit man das Wort „Künstler*in“ dafür verwendet, kann ich nicht sagen. Ich denke, kreativ zu sein ist eine Art von „Kunst“.

EEL: Deine Arbeiten beschränken sich nicht nur auf die Malerei. Was
gestaltest Du noch?

Vor der Malerei kommt zuerst die Zeichnung. Ich zeichne viel und gerne. Gelegentlich arbeite ich auch mit Ton. Dabei interessieren mich Figuren und Köpfe sehr. Ansonsten probiere ich sehr gerne andere Techniken aus: Aus Eisen habe ich Figuren geschweißt und aus Pappmache Skulpturen gefertigt.

EEL: Ich hatte das Glück und die Freude, eine Zeit lang Deine Schülerin
gewesen zu sein. Kann man Kurse bei Dir besuchen?

Ich bin seit 25 Jahren Dozentin. Einige Jahre habe ich im eigenen Atelier unterrichtet, da warst du ja dabei. Seit etwa sechs Jahren unterrichte ich an unterschiedlichen Kunst-Akademien in Österreich und Deutschland. Auf meiner Webseite findet man alle aktuellen Kurstermine.

EEL: Hast Du eine Ausstellung geplant und wenn ja, wann wird diese
stattfinden?

Ich versuche jedes Jahr ein bis zwei Ausstellungen zu machen. Zur Zeit plane ich in Feldkirch (Vorarlberg) eine Ausstellung bei einer Messe, diese ist im April 2019. Auch für September 2019 ist eine Ausstellung geplant.

EEL: Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Viel Zeit für meine Malerei 🙂

EEL: Liebe Mila, vielen Dank für das Interwiev!

Weitere Infos zu Mila findet Ihr hier

Bildquelle: Mila Plaickner

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